Halle zeigt Meisterwerke und Abgründe des Malers Karl Hofer

MDR Kulturdesk, 21.11.2025:

Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle zeigt eine Ausstellung über das Werk des Expressionisten Karl Hofer. Der Maler zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Moderne und wurde nach 1945 in ostdeutschen Museen wenig beachtet. Das liegt zum einen am Streit über das Kunstverständnis in der DDR der 50er-Jahre, vielleicht aber auch an seiner ambivalenten Persönlichkeit. Hofer drängte seine jüdische Frau 1938 zur Scheidung. Mathilde Hofer wurde in der Folge in Auschwitz ermordet. Das Museum Moritzburg würdigt auch sie im Rahmen der Ausstellung. weiterlesen…

„Karl Hofer – Zwischen Schönheit und Wahrheit“. Vom 21. November 2025 bis 15. Februar 2026. Kunstmuseum Moritzburg, Friedemann-Bach-Platz 5, 06108 Halle (Saale), Montag bis Sonntag, von 10 bis 18 Uhr, Mittwochs geschlossen

Quer zum Strom: Malerei und Grafik der 1980er Jahre

Die Ausstellung rückt Werke der Malerei und Grafik aus der Sammlung des BLMK in den Fokus, die Gesellschaftsprozesse und das Zeitgeschehen der 1980er Jahre reflektieren. weiterlesen…

23.11.25 – 25.1.26, Rathaushalle, Marktplatz 1, 15230 Frankfurt (Oder.). Di-So, 11 bis 17 Uhr

Thomas Scheibitz: A Tribute to Hermann Glöckner

Für sein Debüt in der Pinakothek der Moderne wird Thomas Scheibitz für die Ausstellungsräume der Staatlichen Graphischen Sammlung München ein malerisches und bildhauerisches Gesamtkunstwerk schaffen, das sich in drei Phasen vom Foyer, über den Vitrinengang bis hin zu den Ausstellungsräumen dem plastischen und zeichnerischen Werk des Dresdner Künstlers Hermann Glöckner (1889–1987) widmet. Sein künstlerischer Dialog wird sich fortschreitend entwickeln, vernetzen und schlussendlich zu einer kongenialen Hommage steigern. Schon während seiner Zeit an der Dresdner Akademie hat Scheibitz den Artists‘ Artist Hermann Glöckner, einen Geheimtipp unter Künstlern, schätzen gelernt. Nie aber hätte er in Erwägung gezogen, seine eigenen Werke in einen künstlerischen Dialog mit dem Meister der leisen Töne zu setzen. Beeindruckend ist, wie Thomas Scheibitz in seinem Münchner Ausstellungsprojekt als Künstler und Kurator zugleich tätig ist. Es spricht für sein Einfühlungsvermögen, wenn er sein Werk als Katalysator nutzt, um die feingeistige Noblesse dieses Altmeisters spielerisch leicht in Szene zu setzen und Hermann Glöckner einmal mehr überraschend zeitgenössisch erscheinen zu lassen. weiterlesen…

09.10.2025 – 11.01.2026, Pinakothek der Moderne, München

Trauer um Neubrandenburger Künstler Karlheinz Wenzel

Susanne Schulz, in: Nordkurier, 3.11.2025:

Im Alter von 93 Jahren ist der Maler und Grafiker verstorben. Nicht nur in seiner Wahlheimat Neubrandenburg hat er viele Spuren hinterlassen. weiterlesen…

Kunst: Hunderte digitalisierte DDR-Werke

Süddeutsche Zeitung/dpa, 2.11.2025:

Im Landkreis Mansfeld-Südharz ist eine Galerie mit Hunderten Werken aus Zeiten der DDR vollständig digitalisiert worden. Die Mansfeld-Galerie, einst Kunstsammlung des VEB Mansfeld-Kombinats „Wilhelm Pieck“, sei vollständig erfasst und digitalisiert worden und sei nun online verfügbar, teilte eine Sprecherin mit. Demnach umfasst die Galerie überwiegend Gemälde und Grafiken aus der Zeit von 1945 bis 1989. weiterlesen…

Auktionserfolg in Berlin: Tübkes verborgenes Selbst

Camilla Blechen, in: FAZ, 31.10.2025:

Auf der Herbstauktion bei Dr. Irene Lehr in Berlin erzielte Werner Tübkes „Selbstbildnis mit roter Jacke“ von 1961 das Doppelte des Schätzpreises von 35.000 Euro, als ein Bieter aus Hessen 65.000 Euro bewilligte. Lange im Nachlass des Hallenser Sammlers Rudolf Zuckermann verborgen, wurde das von Weltekel und depressiver Verstimmung sprechende Selbstpor­trät nur ein einziges Mal öffentlich gezeigt, 1989, aus Anlass des 80. Geburtstags des Künstlers, in der Ost-Berliner Nationalgalerie. weiterlesen…

Stahl, Schweiß und Stolz: Ausstellung zeigt Industriekunst aus Riesa

Blanka Weber, MDR Kulturdesk, 19.10.2025:

Das Stahlwerk Riesa prägte das Stadtbild zu DDR-Zeiten wie kaum ein anderes Unternehmen. Das Stadtmuseum Riesa zeigt nun in seiner neuen Sonderausstellung 90 Industriebilder, die Stahlwerk und Arbeiter in den Fokus rücken – gemalt und gezeichnet von Kunstschaffenden aus Riesa und der Region. Die meisten der Bilder sind in den Jahren 1945 bis 1990 entstanden. Ergänzt wird die Schau durch Leihgaben von Kunstschaffenden verschiedener Generationen, darunter Paul und Margret Häusler und Lea Grundig. anhören…

„Gesichter der Arbeit“ – Das Stahl- und Walzwerk Riesa in Werken der bildenden Kunst 19.10.2025 bis 26.03.2026. Stadtmuseum Riesa mit Benno-Werth-Sammlung, Poppitzer Platz 3, 01589 Riesa Eintritt: frei. https://www.stadtmuseum-riesa.de/ausstellungen/sonderausstellung/

Ausstellung: Freie Kunst für freie Bauern? Die Bauern-Galerie: Ein Bild der späten DDR

31. Oktober, Donnerstag, bis 8. März 2026

Eröffnung 30. Oktober, Donnerstag, 18 Uhr, Schloss Elisabethenburg, Marmorsaal; 4,50 €

Kuratorin: Dr. Almut Pollmer-Schmidt, Wissenschaftliche Leiterin für Angewandte und Bildende Kunst, Meininger Museen (seit März 2025)

https://bauern-galerie.de/

Vgl. auch https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/sued-thueringen/schmalkalden-meiningen/bauern-galerie-ddr-ausstellung-kultur-news-100.html

Studientag 31. Oktober, Freitag
Bauernhilfe (VdgB): Erinnerungsarbeit und wissenschaftliche Perspektiven

10 Uhr, Schloss Elisabethenburg, Marmorsaal; Teilnahme mit Tageskarte, Ende gegen 16 Uhr
Die Ausstellung ist ab 9 Uhr geöffnet. Infos und Anmeldung: Dr. Almut Pollmer-Schmidt, a.pollmer-schmidt@meiningermuseen.de; Programm: https://arthist.net/archive/50912

15. November, 29. November, 13. Dezember, jeweils Samstag
Galerie-Gespräch in der Ausstellung

14 Uhr, Treff Museumsshop; Tageskarte + 2 €
Weitere Termine 10. und 25. Januar, 7. und 21. Februar

23. November, Sonntag
Ausstellungsführung mit Kuratorin Dr. Almut Pollmer-Schmidt

14 Uhr, Treff Museumsshop; Tageskarte + 2 €
Weitere Termine 18. Januar und 15. Februar

Die „Bauern-Galerie“ in Suhl
Die „Bauern-Galerie“ war als Kunstraum dem „Ringberghaus“ in Suhl angegliedert und existierte von 1987 bis 1990 – und damit in den letzten vier Jahren des Bestehens der DDR, die von Krisen, Umbruch und Transformation geprägt waren. Die Betreiberin des Ferienheims, die Vereinigung für gegenseitige Bauernhilfe (VdgB), begann erst vergleichsweise spät, eine eigene Kunstsammlung anzulegen, wie es für die so genannten Massenorganisationen und Volkseigenen Betriebe typisch war. Mit über 700 Objekten besaß die „Bauern-Galerie“ nicht nur eine stattliche Größe, sondern auch ein sehr eigenes Profil. Dies ist zum einen ihrem – freilich sehr weit gefassten – Auftrag zu verdanken, speziell landwirtschaftliche Themen in der Kunst zusammenzubringen, zum anderen ihrer kurzen, aber äußerst aktiven Ankaufszeit am Ende der DDR. Zu spüren ist dabei die Spannung zwischen staatsstützenden Aufträgen und Positionen von eigensinnigen Vertreterinnen und Vertretern der jüngeren Generation – die beide in höchster Qualität vorhanden sind. weiterlesen…

Vertreibung aus dem Paradies:

Frank Schirrmeister, in: Neues Deutschland, 

Die Ausstellung geht jedoch weit darüber hinaus; Thoelke war es gestattet, Werke aus der Kunstsammlung der Berliner Volksbank auszuwählen und mit seinen eigenen Bildern in einen Dialog treten zu lassen. Mit wenigen Ausnahmen hat er sich für den retrospektiven Blick auf die Kunst der späten DDR entschieden, der seine eigene Perspektive erheblich erweitert und die frühen Einflüsse und Prägungen nachvollziehbar macht. Man muss Thoelke geradezu danken, dass er uns eine Wiederbegegnung mit heute selten zu sehenden, aber einst so bekannten Namen wie Arno Mohr, Ursula Strozynski, Manfred Butzmann, Trak Wendisch, Konrad Knebel und vielen anderen Ostkünstlern ermöglicht. weiterlesen…

»Paradies. Stadtlandschaft als Spiegel der Zeit«, noch bis 7. Dezember in der Stiftung Kunstforum der Berliner Volksbank, Kaiserdamm 105 in Berlin-Charlottenburg.

Angermuseum ehrt Bernhard Heisig zum 100. Geburtstag mit einer Ausstellung

Am Sonnabend, dem 11. Oktober, öffnet um 16 Uhr die Ausstellung „Bernhard Heisig. Malerei als Ereignis. Eine Ausstellung zum 100. Geburtstag“ im Angermuseum Erfurt ihre Türen. Unter anderem spricht der Künstler Johannes Heisig über die Malerei seines Vaters. Thomas von Taschitzki, Kurator der Gemälde- und Skulpturensammlung, führt inhaltlich in die Schau ein. Musikalisch umrahmt wird die Eröffnung von Dominik Lauterbach an der Trompete. weiterlesen…

Siehe auch: https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/mitte-thueringen/erfurt/bernhard-heisig-ausstellung-angermuseum-kultur-news-100.html

12.10.202501.03.2026. Bernhard Heisig. Malerei als Ereignis. Eine Ausstellung zum 100. Geburtstag. Angermuseum Erfurt, Anger 18, 99084 Erfurt