Kein Bilderstreit – Malerei in und aus Leipzig

Sarah Alberti, in: taz, 12.2.2022:

Direktor Stefan Weppelmann betonte nun zu seinem Amtsbeginn vor einem Jahr, dass das Haus eine enorme Verantwortung für die Kunst und Kultur der DDR habe. Und dass viele Künst­le­r:in­nen noch nicht ausreichend gewürdigt und bekannt seien.

Aus dem Team kam nun der Impuls, in den 15 Räumen der obersten Etage Malerei und Plastik des 20. und 21. Jahrhunderts zu zeigen. Mehr als 200 Werke aus dem eigenen Bestand, darunter Bilder, die noch nie ausgestellt waren, was auch teilweise an der Qualität der Rahmen abzulesen ist. weiterlesen…

Bis 6. Juni 2022, https://mdbk.de

Neubrandenburg will sich mit DDR-Kunst auseinandersetzen

Mirko Hetrich, in: Nordkurier, 13.2.2022:

Begleitet von einer Ausstellung, will sich die ehemalige DDR-Bezirksstadt Neubrandenburg bei einem Projekt mit dem Titel „Drinnen und draußen. Kunst und Kultur im Norden der DDR“ mit DDR-Kunst auseinandersetzen. Das Projekt setze sich aus drei Themenschwerpunkten zusammen und werde im September umgesetzt, wie Rathaussprecherin Anett Seidel dem Nordkurier auf Nachfrage mitteilte. Zum 40. Geburtstag der Kunstsammlung werde es unter anderem eine Ausstellung mit Werken der Kunst aus der DDR-Zeit aus dem eigenen Bestand geben. weiterlesen…

Blick in die späte DDR: Künstlerbücher in Dresden zu sehen

Sächsische Zeitung/dpa, 1.2.22:

Die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden zeigt bis Anfang Juli originalgrafische Künstlerbücher und -zeitschriften aus ihrem Bestand. Dazu gehört auch der Almanach „Common Sense“, wie Simone Fleischer, Kuratorin der Ausstellung „Der gemeinsame Nenner“, am Dienstag sagte. Sie widmet sich damit einem Genre, das besonders im letzten Jahrzehnt der DDR ein wichtiges Publikationsmedium für Künstler und Autoren war. weiterlesen…

30 Jahre Künstlerbuch-Almanach COMMON SENSE und die Grafik- und Künstlerbuchsammlung der SLUB. Eine Ausstellung der SLUB Dresden | Corty-Galerie | 31. Januar bis 3. Juli 2022, https://www.slub-dresden.de/besuchen/ausstellungen-corty-galerie/ausstellungen-2022/der-gemeinsame-nenner

ostKUNSTwest: deutsch-deutsche Kunstgeschichten von MDR Kultur

From: Saskia Prinzler, saskia.prinzler@skip-intro.tv

Von der ersten Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung 1946 in Dresden, über den Formalismusstreit, die Avantgardegruppen ZERO & Fluxus bis hin zur Neuen Leipziger Schule und digitaler Kunst – ostKUNSTwest geht deutsch-deutschen Kunstgeschichten auf die Spur. Das Multimediaprojekt erzählt von aufregenden Gegensätzen, entdeckt überraschende Zusammenhänge und eröffnet inspirierende Sichtweisen.

ostKUNSTwest bietet einen Einstieg für Neugierige, aber auch vertieftes Wissen und zeigt selten präsentiertes Bildmaterial. So brechen west- und ostdeutsche Künstlerinnen und Künstler Grenzen auf und erzählen eine ganz neue Art der Kunstgeschichte in Deutschland. Auf dem Sofa, im Café oder auf dem Weg ins nächste Museum – ostKUNSTwest macht Kunst von überall aus greifbar und sorgt für einen anderen Blick und neue Perspektiven beim nächsten Museumsbesuch.

Hier können Sie das Multimediaprojekt entdecken: https://www.ostkunstwest.de/

Zusätzlich finden Sie hier zehn Podcastfolgen, die das Projekt begleiten: https://www.ardaudiothek.de/sendung/ostkunstwest-deutsch-deutsche-kunstgeschichten/96512412/

Kunst und Architektur der DDR (online, 28 Jan 22)

online/ BTU Cottbus-Senftenberg, Institut für Bau- und Kunstgeschichte, Fachgebiet Kunstgeschichte, 28.01.2022
Anmeldeschluss: 27.01.2022

KUNST UND ARCHITEKTUR DER DDR
Formen künstlerischer Autonomie

  1. Cottbuser Workshop

BTU Cottbus-Senftenberg, Institut für Bau- und Kunstgeschichte, Fachgebiet Kunstgeschichte, Prof. Dr. Sylvia Claus

  1. Januar 2022 – 13 bis 16 Uhr – ONLINE via Webex

Nachdem der erste Cottbuser Workshop der Reihe „Kunst und Architektur in der DDR“ verschiedene Aspekte der Internationalität ostdeutscher Kunst beleuchtet hat, widmet sich dieser Workshop Formen der künstlerischen Selbstbehauptung anhand des Schaffens dreier Künstlerinnen: Herta Günther (1934–2018), Angela Hampel (geb. 1956), und Doris Ziegler (geb. 1949). Eine akademische Ausbildung an den Kunsthochschulen in Dresden bzw. Leipzig und die Mitgliedschaft im Verband Bildender Künstler der DDR ermöglichte ihnen die freischaffende Tätigkeit mit Beteiligung am offiziellen Ausstellungsbetrieb und Zugang zum staatlichen Kunsthandel.

Unabhängig davon entwickelten diese Künstlerinnen ihr Oeuvre eigenständig und losgelöst von ideologischen Maßgaben entlang ihrer persönlichen Interessen. Zumeist steht dabei die menschliche Figur im Zentrum sinnbildlicher Kompositionen. Während Herta Günther Inspiration bei der Kunst der Pariser Bohème um 1900 findet, spürt Angela Hampel menschlichen Beziehungsgeflechten anhand mythologischer Gestalten nach. Doris Ziegler stellt in ihren Gemälden den unmittelbaren und kritischen Zeitbezug her.

Mit ihrer Kunst schufen sich die Künstlerinnen geistige und physische Freiräume, in denen sie gesellschaftliche Zustände und die eigene Position darin reflektierten. Die drei Beiträge des Workshops untersuchen ihr Schaffen unter jeweils spezifischen Gesichtspunkten.

Der Workshop findet online via Webex statt. Zur Anmeldung bitten wir um eine formlose E-Mail an fg-kunstgeschichte@b-tu.de. Wir lassen Ihnen anschließend den Veranstaltungslink zukommen.

PROGRAMM

13.00 Uhr
Prof. Dr. Sylvia Claus, BTU Cottbus-Senftenberg
Einführung

13.15 Uhr
Hanna Krug M.A., Philipps-Universität Marburg
Rollenspiele im Atelier – Herta Günthers Aktmodelle der späten 1960er Jahre
Moderation: Dr. Ulrich Röthke, BLMK Cottbus

14.00 Uhr
Prof. Dr. April Eisman, Iowa State University
Positively Critical: Angela Hampel in the Late 1980s
Moderation: Sophie Thorak, M.A.

Pause

15.15 Uhr
Dr. Paul Kaiser, Dresdner Institut für Kulturstudien
Pierrot im Kulissenstaat. Doris Ziegler als Malerin einer „beseelten Sachlichkeit“
Moderation: Prof. Dr. Sylvia Claus

Reference / Quellennachweis:
CONF: Kunst und Architektur der DDR (online, 28 Jan 22). In: ArtHist.net, Jan 11, 2022. https://arthist.net/archive/35648.

Wie umgehen mit Kunst, die in der DDR entstanden ist?

mdr Kultur, 3.1.2022:

Er setzt sich seit fast drei Jahrzehnten für eine angemessene Wahrnehmung von Kunst, die in der DDR entstanden ist, ein: Paul Kaiser, der 2017 den sogenannten „Dresdner Bilderstreit“ entfachte, als er den, seiner Ansicht nach, schlechten Umgang mit sogenannter DDR-Kunst im Dresdner Albertinum beklagte. anhören…

Wenn ein Künstler die eigenen Werke zerstört

MDR aktuell, 13.12.2021:

Werke des Leipziger Malers Hartwig Ebersbach verkauften sich früher gut. Heute ist das nicht mehr so. Wohin mit den Bildern? Ebersbach hat etliche einfach zerstört. Die Reportage von Norbert Wartig und Martin Bohne anhören…

Rausch der Bilder. Die Sammlung Chagas Freitas – Kunst aus der DDR und ihre Reise nach Brasilien

Die zweiteilige Gruppenausstellung setzt sich aus Werken ostdeutscher und brasilianischer Künstler*innen zusammen. Den Kern bilden Hauptwerke aus der Privatsammlung, die die Leidenschaften und Überzeugungen eines Sammlers zwischen den Welten in Zeiten des Kalten Kriegs nachvollziehbar machen. Gleichermaßen beleuchten sie die Schnittstelle zwischen ästhetischen Bildkonzepten von Kunstwerken, die in der DDR bzw. in Brasilien entstanden sind.

Siehe auch: https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/schema/sendungen/der_morgen/archiv/20211218_0600/fruehkritik_0745.html und https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst-und-architektur/brasilianische-sammlung-von-ddr-malern-im-landesmuseum-cottbus-17732152.html?printPagedArticle=true

18.12.21 – 27.02.22, Dieselkraftwerk Cottbus, https://www.blmk.de/programm/rausch-der-bilder-die-sammlung-chagas-freitas-kunst-aus-der-ddr-und-ihre-reise-nach-brasilien/

Kunst & Hallen. Kunstsinn über Mauern hinweg

Marie Kaiser, in: radio eins:

Früher waren sie der „Hoflieferant“ der DDR-Energiewirtschaft – die Reinbeckhallen mit dem Transformatorenwerk „Karl Liebknecht“ in Berlin-Oberschöneweide. Schon seit vier Jahren wird in den Reinbeckhallen jetzt Kunst gezeigt. So wie in der gerade eröffneten Ausstellung „Kunst & Hallen. Kunstsinn über Mauern hinweg“. Für diese Ausstellung wird in den Reinbeckhallen Kunst aus einer ganz anderen Halle gezeigt – der Kunsthalle Rostock – mit dabei sind Künstler wie Norbert Bisky, Ute & Werner Mahler oder Andreas Mühe. anhören…

KUNST & HALLEN. KUNSTSINN ÜBER MAUERN HINWEG. Die Kunsthalle Rostock in den Reinbeckhallen 20.11.2021 – 20.02.2022. https://stiftung-reinbeckhallen.de/programm/kunstundhallen/

Die Aura der Schmelzer. Die Kunstsammlungen der Maxhütte und des BLMK

Die Ausstellung beleuchtet, wie Kunst nach 1945 durch Industrieunternehmen inspiriert wird, wie Großbetriebe die künstlerischen Gestaltungsideen zu entfesseln vermögen, Technologien ästhetische Fantasien befeuern und Produktionsstätten zu abenteuerlichen Motivreservoirs geraten. Dabei werden Kunstwerke aus einem Stahlwerk – der Maxhütte in Unterwellenborn – mit Bildern aus der Sammlung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst (BLMK) zusammengeführt.

3.10-28.11.2021, Rathaushalle Marktplatz 1, 15230 Frankfurt (Oder). Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11 bis 17 Uhr, https://www.blmk.de/programm/die-aura-der-schmelzer/