Der Blog präsentiert die Arbeit des BMBF-Verbundprojektes "Bildatlas: Kunst in der DDR" und dokumentiert die Debatte über den Umgang mit der Kunst aus der DDR.
4. Juni 2026, 15:30,
Daniel Burckhardt,
Ausstellung.
In der Ausstellung werden Werke von drei Brüder-Paaren gezeigt. Gleichzeitig sind sie alle Brüder im Geiste. Sie teilen ergänzend eine gemeinsame Kulturlandschaft, eine gemeinsame Kunstauffassung in Bezug auf Qualität und sie sind maßgeblich von Bernhard Heisig, der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig geprägt. Einflüsse der anderen wichtigen Städte wie Dresden, Halle, Chemnitz und Berlin, deren Hochschulen für Malerei oder Museen sind nicht zu vernachlässigen, denn es gab zwischen ihnen einen regen Austausch und intensive Inspiration. Herkunft, Art der Ausbildung und künstlerische Prägung werden von ihnen geteilt. weiterlesen…
Ausstellung „Brüder – KulturErben ostdeutscher Malerei“: Villa Bergstraße 50 (Nähe Naturfreundehaus – im Navigationsgerät Bergstraße 48 eingeben) 63517 Rodenbach/Oberrodenbach SA 6.6. – SO 7.6.2026 und FR 12.6. – 14.6.2026, jeweils von 13.00 – 18.00 Uhr, Eintritt frei
Ein Gespräch mit Jenny Graser, Kuratorin am Museum der bildenden Künste Leipzig, über DDR-Kunst heute, Punk damals und den ewigen Max Beckmann. weiterlesen…
1. Juni 2026, 13:40,
Daniel Burckhardt,
Ausstellung.
Anlässlich des 75. Geburtstags der Cottbuser Kunstszenegröße Hans Scheuerecker zeigt das BLMK eine Ausstellung mit wichtigen Werken des Künstlers aus der eigenen Sammlung sowie externen Leihgaben. weiterlesen…
Der Maler Harald Metzkes ist tot. Er starb am vergangenen Donnerstag im Alter von 97 Jahren in Wegendorf (Märkisch-Oderland) im Kreise seiner Familie. Das bestätigte sein Sohn, der Bildhauer Robert Metzkes, der Deutschen Presse-Agentur am Montag.
Harald Metzkes wird mit Blick auf seinen einstigen Wohnort auch „der Cézannist vom Prenzlauer Berg“ genannt. Der in der DDR aufgewachsene Künstler zählte zu den Vertretern der „Berliner Malschule.“ weiterlesen…
25. Mai 2026, 12:37,
Daniel Burckhardt,
Ausstellung.
Hans Kotte (1908 – 1970) und Erich Gerlach (1909 – 2000) studierten beide in den 1920er Jahren an der Staatlichen Akademie für Kunstgewerbe in Dresden. Die Kunstgewerbeschule und die Kunstakademie in der sächsischen Metropole waren zu dieser Zeit gefragte Ausbildungsstätten.
Die beiden Maler sind heute weniger bekannt, doch sind ihre Arbeiten von beachtenswerter Qualität. Ein Großteil ihres künstlerischen Nachlasses liegt von der Öffentlichkeit unbeachtet in Schubläden ihrer Nachfahren. In diese Kunstnachlässe zu schauen und sie damit dem Vergessen ein Stück weit zu entreißen, ist Anliegen der Ausstellung. Gezeigt werden Zeichnungen und Aquarelle.
Erich Gerlach konnte sich in der DDR größerer Aufmerksamkeit erfreuen. Neben seinen tief empfundenen Landschaften und sensiblen Porträts malte er die Menschen in ihrem Lebensumfeld mit ihren Freuden und Leiden. Häufig sind die Aussagen in letztgenannten Bildern symbolhaft untermauert. Seine Arbeiten wurden in allen wichtigen Kunstausstellungen gezeigt. Es kam zu öffentlichen Ankäufen in Museen und er erhielt Kunstpreise sowie 1977 den Nationalpreis der DDR.
Hans Kotte lebte als Sohn eines Rottwerndorfer Müllers im ländlichen Raum. Anders als Erich Gerlach wurde er zum Kriegsdienst einberufen und geriet in Gefangenschaft. Nach der Entlassung musste er im väterlichen Betrieb mitarbeiten. Für seine künstlerische Tätigkeit blieb ihm vorwiegend nur die Freizeit. Später arbeitete er für den Deutschen Fernsehfunk und im DEFA-Trickfilmstudio in Dresden. Hans Kotte war Maler seines heimatlichen Umfeldes, der Landschaft und der Menschen, unter denen er selbst lebte und arbeitete. Sein Werk blieb im Vergleich zu Gerlach wenig beachtet. In der Ausstellung werden einige Arbeiten der beiden Freunde zusammengeführt. Der Besucher darf auf die Gegenüberstellung gespannt sein.
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Forum Mitteldeutsche Kunst 20. Jahrhundert e.V. 9. August bis 1. November 2026, StadtMuseum Pirna, Klosterhof 2, 01796 Pirna
Das Museum der bildenden Künste Leipzig (MdbK) zeigt ab Donnerstag unter dem Titel „Bilderkosmos“ Highlights aus der eigenen Sammlung, darunter lange nicht gezeigte oder erstmals präsentierte Werke. Der chronologisch aufgebaute Rundgang führt von Arbeiten des Malers Max Beckmanns über die Leipziger Schule bis zu zeitgenössischen Positionen. Im Fokus steht die Kunst der DDR, die mit den Werken anderer Epochen in den Dialog treten soll. anhören…
„Bilderkosmos #3 Leipzig im Dialog“, 23. April 2026 bis 25. April 2027, Museum der bildenden Künste, Katharinenstraße 10 ,04109 Leipzig. Dienstag, Donnerstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr, Mittwoch, 12 bis 20 Uhr, Montag geschlossen
Das Bauernkriegspanorama in Bad Frankenhausen ist eines der bedeutendsten Werke des Leipziger Malers Werner Tübke. Doch das Panorama Museum hat über Jahre auch Werke von Weggefährten und Zeitgenossen Tübkes gesammelt: teils aus der Leipziger Schule, teils aus vergleichbaren europäischen Strömungen. Eine Sonderschau trägt diese Werke nun zusammen und präsentiert damit ein hintergründiges Begleitwerk zur umfassenden Tübke-Sammlung. anhören…
Schwedt ist im Besitz dreier Kunstsammlungen. Die Werke entstanden in einer historisch aufregenden Zeit. Kunstexpertin Liane Morgner findet, sie sollten mehr Aufmerksamkeit erhalten. weiterlesen…
20. April 2026, 14:21,
Daniel Burckhardt,
Ausstellung.
Die Ausstellung in der robotron-Kantine nimmt die IX. und X. Kunstausstellung als größte und meistbesuchte Überblicksausstellung der DDR wie auch die Alternativkultur der 1980er Jahre als Resonanzraum gesellschaftlicher Veränderungen in den Blick.
Ausgehend von historischen Sammlungsbeständen des ifa – Institutes für Auslandsbeziehungen, eröffnet die Ausstellung, an der über 40 Künstler*innen beteiligt sind, einen Dialog zwischen den Generationen und bietet Einblicke in die besondere Beziehung zwischen Kunst und Publikum.
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem ifa-Institut für Auslandsbeziehungen und der Wüstenroth-Stiftung. Weitere Partner sind Kunstfonds / Staatliche Kunstsammlungen Dresden und Art in Networks – ein Forschungsprojekt der Professur für Bildwissenschaft und Kunstgeschichte der TU Dresden.
»Produktive Unruhe« in der robotron-Kantine ist die erste Ausstellung im Jahr 2026 in der Ausstellungsreihe »Publik Machen« des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen in Zusammenarbeit mit der Stiftung Wüstenrot in Berlin und Dresden.
Mi / 20. Mai, 19:00 Eröffnung mit einem Grußwort der Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch und einem Panelgespräch mit Beitragenden zur AusstellungAnschließend Live-Konzert der Band »Freunde der italienischen Oper« (20:00)
21. Mai — 26. Jul, robotron-Kantine, Lignerallee am Skatepark, 01069 Dresden, Mi – Fr 16 – 19 Uhr, Sa & So 12 -18 Uhr. Eintritt frei
16. April 2026, 16:04,
Daniel Burckhardt,
Vortrag.
Di 28.4. / 18:00 Uhr / RADIO CORAX Veranstaltungsraum, Unterberg 11, 06108 Halle (Saale)
Wie werden Kunstwerke, die in der DDR entstanden sind, heute aufbewahrt, aufgearbeitet und ausgestellt? Wie groß ist der Anteil von Werken von Künstlerinnen in den Beständen? Wie sind die Sammlungen entstanden? Wer hat was? Wie sind sie erschlossen? Welcher Umgang damit ist wünschenswert? Wie verfährt man zukünftig mit Künstlernachlässen?
Ins Gespräch kommen Ulrike Kremeier (Direktorin Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst / BLMK), Dr. Angelika Weißbach (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Museum Utopie und Alltag / Kunstarchiv Beeskow), Prof. Dr. Annegret Laabs (Direktorin Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg und Professorin für Kunstgeschichte an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule, Halle) und Dr. Ruth Heftrig (Berufsverband Bildender Künstler Sachsen-Anhalt e.V.). Moderiert wird die Veranstaltung von der Kunstwissenschaftlerin Anna Ebert. Eintritt frei. Eine Veranstaltung von SICHTBAR MACHEN – Ostdeutsche Künstlerinnen 1945 bis 1989 in Sachsen-Anhalt.