Im Herbst 2026 eröffnet DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam eine umfassende Retrospektive, die sich dem komplexen künstlerischen Schaffen von Annemirl Bauer (1939 – 1989) widmet – darunter Gemälde, Arbeiten auf Papier, Collagen und Objekte. Die Ausstellung zeigt eine kritische und unabhängige Stimme aus der DDR und eine Künstlerin, die lange aus dem künstlerischen Kanon ausgeschlossen blieb. Ihre Werke sind Zeugnisse ihres Selbstverständnisses als Malerin und einer kompromisslosen Beobachterin, die sich fortwährend für soziale Gerechtigkeit einsetzte und gegen die Repressionen der SED-Politik aufbegehrte.
Die Ausstellung wird kuratiert von Marie Gerbaulet mit Luisa Bachmann als kuratorischer Assistentin. Sie entsteht in enger Zusammenarbeit mit Amrei Bauer, Nachlassverwalterin sowie Gründerin und Leiterin des Annemirl Bauer Hauses in Brandenburg.
Quelle: https://dasminsk.de/ausstellungen/8058/annemirl_bauer
Annemirl Bauer. Bruch ist in der Welt. 5.9.2026 — 7.2.2027
Annemirl Bauer
05. September 2026 – 07. Februar 2027
Eine Ausstellungsempfehlung von Silke Hennig, radio3 am Morgen, 25.06.2026:
17 Jahre lang unterhielt die DDR ein Zentrum für Kunstausstellungen – kurz: ZfK. Es organisierte Ausstellungen mit Kunst aus der DDR im Ausland und mit internationaler Kunst im Inland. 1990 wurde es aufgelöst. Seine Bestände an grafischer Kunst – rund 10 000 Werke – übernahm das bundesrepublikanische Institut für Auslandsbeziehungen, ifa, das ebenfalls der Förderung des Kulturaustauschs auf internationaler Ebene dient. Jetzt setzt sich die ifa-Galerie in Berlin mit diesem Bestand und der Arbeit des ZfK auseinander. „Rauschen: Echos einer Institution“ bildet den Auftakt für eine ganze Reihe weiterer Ausstellungen an verschiedenen Orten in Berlin und Dresden zu verschiedenen Aspekten von Arbeit und Wirken des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR. anhören…
ifa-Galerie Berlin Rauschen. Echos einer Institution, Linienstraße 139/140, 10115 Berlin, 26.06. bis 27.09.2026, Di bis So 14 bis 18 Uhr | Do 14 bis 20 Uhr | Mo und an Feiertagen geschlossen. Eintritt frei.
Lilly Böhm, in: Deutschland Archiv, 19.6.2026:
Núria Quevedo war eine spanische Künstlerin in der DDR. In ihren kraftvoll-melancholischen Bildern verarbeitete sie ihr Exil und bereicherte mit ihrer einzigartigen Bildsprache die deutsche Malerei. weiterlesen…
Frank Wilhelm, in: nordkurier, 7.6.2026:
Der bekannte Maler Wolfram Schubert feiert am 30. September seinen 100. Geburtstag. In seiner früheren Heimatstadt hat er bleibende Spuren hinterlassen. weiterlesen…
Die Ausstellung „Wolfram Schubert. Zum Hundertsten“ wird am 10. Juni um 17 Uhr eröffnet. Sie läuft bis 30. August in der Kunstsammlung. Zur Vernissage kommt der in Gardelegen lebende Maler nicht. Dafür wird Schubert am 9. Juli um 17 Uhr zu einer Lesung aus seiner Autobiografie erwartet. https://www.kunstsammlung-neubrandenburg.de/Ausstellungen-Besuch/Ausstellungen/Vorschau/IM-HIER-IM-JETZT-Wolfram-Schubert-Zum-Hundertsten.php?object=tx,3401.4&ModID=11&FID=3401.216.1&NavID=3401.32&kuo=2
In der Ausstellung werden Werke von drei Brüder-Paaren gezeigt. Gleichzeitig sind sie alle Brüder im Geiste. Sie teilen ergänzend eine gemeinsame Kulturlandschaft, eine gemeinsame Kunstauffassung in Bezug auf Qualität und sie sind maßgeblich von Bernhard Heisig, der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig geprägt. Einflüsse der anderen wichtigen Städte wie Dresden, Halle, Chemnitz und Berlin, deren Hochschulen für Malerei oder Museen sind nicht zu vernachlässigen, denn es gab zwischen ihnen einen regen Austausch und intensive Inspiration. Herkunft, Art der Ausbildung und künstlerische Prägung werden von ihnen geteilt. weiterlesen…
Ausstellung „Brüder – KulturErben ostdeutscher Malerei“: Villa Bergstraße 50 (Nähe Naturfreundehaus – im Navigationsgerät Bergstraße 48 eingeben) 63517 Rodenbach/Oberrodenbach SA 6.6. – SO 7.6.2026 und FR 12.6. – 14.6.2026, jeweils von 13.00 – 18.00 Uhr, Eintritt frei
Sarah Alberti, in: taz, 1.6.2026:
Ein Gespräch mit Jenny Graser, Kuratorin am Museum der bildenden Künste Leipzig, über DDR-Kunst heute, Punk damals und den ewigen Max Beckmann. weiterlesen…
Anlässlich des 75. Geburtstags der Cottbuser Kunstszenegröße Hans Scheuerecker zeigt das BLMK eine Ausstellung mit wichtigen Werken des Künstlers aus der eigenen Sammlung sowie externen Leihgaben. weiterlesen…
Siehe auch https://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/archiv/20260529_1930/vernissage-scheuerecker.html
30.5. – 23.8.26 | Cottbus | CB Dieselkraftwerk, Uferstraße/Am Amtsteich 15, 03046 Cottbus, dienstags bis sonntags 11 bis 19 Uhr
rbb 24, 18.05.2026:
Der Maler Harald Metzkes ist tot. Er starb am vergangenen Donnerstag im Alter von 97 Jahren in Wegendorf (Märkisch-Oderland) im Kreise seiner Familie. Das bestätigte sein Sohn, der Bildhauer Robert Metzkes, der Deutschen Presse-Agentur am Montag.
Harald Metzkes wird mit Blick auf seinen einstigen Wohnort auch „der Cézannist vom Prenzlauer Berg“ genannt. Der in der DDR aufgewachsene Künstler zählte zu den Vertretern der „Berliner Malschule.“ weiterlesen…
Hans Kotte (1908 – 1970) und Erich Gerlach (1909 – 2000) studierten beide in den 1920er Jahren an der Staatlichen Akademie für Kunstgewerbe in Dresden. Die Kunstgewerbeschule und die Kunstakademie in der sächsischen Metropole waren zu dieser Zeit gefragte Ausbildungsstätten.
Die beiden Maler sind heute weniger bekannt, doch sind ihre Arbeiten von beachtenswerter Qualität. Ein Großteil ihres künstlerischen Nachlasses liegt von der Öffentlichkeit unbeachtet in Schubläden ihrer Nachfahren. In diese Kunstnachlässe zu schauen und sie damit dem Vergessen ein Stück weit zu entreißen, ist Anliegen der Ausstellung. Gezeigt werden Zeichnungen und Aquarelle.
Erich Gerlach konnte sich in der DDR größerer Aufmerksamkeit erfreuen. Neben seinen tief empfundenen Landschaften und sensiblen Porträts malte er die Menschen in ihrem Lebensumfeld mit ihren Freuden und Leiden. Häufig sind die Aussagen in letztgenannten Bildern symbolhaft untermauert. Seine Arbeiten wurden in allen wichtigen Kunstausstellungen gezeigt. Es kam zu öffentlichen Ankäufen in Museen und er erhielt Kunstpreise sowie 1977 den Nationalpreis der DDR.
Hans Kotte lebte als Sohn eines Rottwerndorfer Müllers im ländlichen Raum. Anders als Erich Gerlach wurde er zum Kriegsdienst einberufen und geriet in Gefangenschaft. Nach der Entlassung musste er im väterlichen Betrieb mitarbeiten. Für seine künstlerische Tätigkeit blieb ihm vorwiegend nur die Freizeit. Später arbeitete er für den Deutschen Fernsehfunk und im DEFA-Trickfilmstudio in Dresden. Hans Kotte war Maler seines heimatlichen Umfeldes, der Landschaft und der Menschen, unter denen er selbst lebte und arbeitete. Sein Werk blieb im Vergleich zu Gerlach wenig beachtet. In der Ausstellung werden einige Arbeiten der beiden Freunde zusammengeführt. Der Besucher darf auf die Gegenüberstellung gespannt sein.
https://www.pirna.de/pirna-erleben/kultur/museen/stadtmuseum-pirna/sonderausstellungen/hans-kotte-und-erich-gerlach/
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Forum Mitteldeutsche Kunst 20. Jahrhundert e.V.
9. August bis 1. November 2026, StadtMuseum Pirna, Klosterhof 2, 01796 Pirna
MDR Kulturdesk, 23. April 2026:
Das Museum der bildenden Künste Leipzig (MdbK) zeigt ab Donnerstag unter dem Titel „Bilderkosmos“ Highlights aus der eigenen Sammlung, darunter lange nicht gezeigte oder erstmals präsentierte Werke. Der chronologisch aufgebaute Rundgang führt von Arbeiten des Malers Max Beckmanns über die Leipziger Schule bis zu zeitgenössischen Positionen. Im Fokus steht die Kunst der DDR, die mit den Werken anderer Epochen in den Dialog treten soll. anhören…
„Bilderkosmos #3 Leipzig im Dialog“, 23. April 2026 bis 25. April 2027, Museum der bildenden Künste, Katharinenstraße 10 ,04109 Leipzig. Dienstag, Donnerstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr, Mittwoch, 12 bis 20 Uhr, Montag geschlossen