Rezensionen zu Anja Tack: Riss im Bild

Ekkehard Henschke: Rezension von: Anja Tack: Riss im Bild. Kunst und Künstler aus der DDR und die deutsche Vereinigung, Göttingen: Wallstein 2021, in: sehepunkte 22 (2022), Nr. 5 [15.05.2022], URL: http://www.sehepunkte.de
/2022/05/35713.html

Anne Barnert: Rezension von: Anja Tack: Riss im Bild. Kunst und Künstler aus der DDR und die deutsche Vereinigung, Göttingen: Wallstein 2021, in: sehepunkte 22 (2022), Nr. 5 [15.05.2022], URL: http://www.sehepunkte.de
/2022/05/36110.html

Conf: The global GDR. A Transcultural History of Art (Dresden, 9-11 Jun 22)

Die globale DDR – eine transkulturelle Kunstgeschichte (1949–1990) / The global GDR – A Transcultural History of Art (1949–1990)

DE Diese internationale Konferenz widmet sich einem bisher kaum erforschten Kapitel der Kunstgeschichte: den vielfältigen Verbindungen im Feld der Kunst zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und den ‚sozialistischen Bruderländern‘ jenseits des sog. Ostblocks in Afrika, Asien und Lateinamerika. Entlang von drei Sektionen erörtern internationale Wissenschaftler:innen und Künstler:innen die kulturpolitischen Rahmenbedingungen des Austauschs, stellen Beispiele sozialistischer Kunstproduktion vor und berichten über auswärtige Architekturprojekte der DDR sowie von länderübergreifenden Kontakten zwischen Künstler:innen. „Die globale DDR“ bietet damit eine einmalige kritische Plattform, auf welcher bestehende kunsthistorische und gesellschaftspolitische Narrative aus einer transkulturellen Perspektive verhandelt werden.

EN This international conference is dedicated to a chapter of art history that has hardly been researched so far: the numerous linkages in the field of art between the German Democratic Republic (GDR) and the ‚socialist brother countries‘ beyond the Eastern Bloc in Africa, Asia and Latin America. Along three sections, international scholars and artists discuss the cultural-political framework of the exchanges, they present examples of socialist art production, and report on foreign architectural projects of the GDR as well as transnational contacts between artists. „The Global GDR“ thus offers a unique critical platform on which existing art historical and sociopolitical narratives are negotiated from a transcultural perspective.

Konzeption und Organisation/ concept and organization:
Kerstin Schankweiler & Lena Geuer, Institut für Kunst- und Musikwissenschaft, TU Dresden
Gwendolin Kremer, Kustodie, TU Dresden
Kathleen Reinhardt & Mathias Wagner, Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Orte/Venues:
Hermann-Glöckner-Raum, Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD), Georg-Treu-Platz 1, 01067 Dresden & Kustodie, TU Dresden, Bürogebäude Zellescher Weg (BZW), Zellescher Weg 17, 01069 Dresden Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch./The conference languages ​​are German and English.


Programm:

DONNERSTAG, 9. Juni 2022 / Thursday, June 9, 2022
Albertinum

13:30
Ankunft / arrival

14:00
Grußworte / welcome
Marion Ackermann, Generaldirektorin der SKD
Roswitha Böhm, Prorektorin Universitätskultur der TU Dresden

Begrüßung & Einführung / welcome & introduction
Kerstin Schankweiler

14:30 – 16:10 Sektion I
Auswärtige Kulturpolitik und interkulturelle Begegnungen / Cultural Policies and Exchange

14:30 – 14:50
Einführung & Moderation / Introductory lecture & moderation
Karl-Siegbert Rehberg

14:50 – 15:30
Die bildende Kunst als Ferment für das sozialistische Weltsystem. Verdeutlicht am Künstler- und Ausstellungsaustausch der DDR mit Mosambik, Äthiopien, Syrien und dem Irak.
Christian Saehrendt

15:30 – 16:10
Die Organisation der INTERGRAFIK als internationale Ausstellungs- und Begegnungsplattform „für Frieden, Freundschaft und antiimperialistische Solidarität“ in den 1970ern
Annabel Ruckdeschel

16:10 – 16:40 Kaffeepause / coffee break

16:40 – 18:00
Ausstellungsbesuch im Albertinum „Revolutionary Romances – Prolog. Transkulturelle Kunstgeschichten in der DDR“
Kathleen Reinhardt & Mathias Wagner

Grußworte / welcome
Hilke Wagner, Direktorin des Albertinum, SKD 18:00 – 19:30
Screening „Namibia Today“ & Künstlerinnengespräch
Laura Horelli & Kathleen Reinhardt


FREITAG, 10. Juni 2022 / Friday, June 10, 2022
Albertinum

09:30 – 12:40 Sektion II: Transkulturelle Ästhetik des Sozialismus /
Transcultural Aesthetics of Socialism

Moderation
Oliver Sukrow

09:30 – 10:10
The Problem of the Modern in Vietnamese Art Historiography
Chương-Đài Võ

10:10 – 10:50
From Ethiopia to the Eastern Bloc. Ethiopian Art Students in the GDR, Poland and the Soviet Union (1960s–1980s)
Przemysław Strożek

10:50 – 11:20 Kaffeepause / coffee break

11:20 – 12:00
Online Lecture: Latin America and the GDR: Artistic Networks between the Cold War and the Dictatorships
Andrea Giunta

12:00 – 12:40
Unofficial Stories between Brazil and GDR
Elena Shtromberg

12:40 – 14:00 Mittagspause / lunch break

Kustodie der TU Dresden
Begrüßung und Einführung
Kirsten Vincenz, Direktorin der Kustodie TU Dresden 14:30 – 16:30
Depotbesuch im Kunstbesitz der Kustodie der TU Dresden: Bildnisse internationaler Studierender in der universitären Kunstsammlung aus den 1950er- und 1960er-Jahren
Gwendolin Kremer


SAMSTAG, 11. Juni 2022 / Saturday, June 11, 2022
Albertinum

09:30 -12:40 Sektion III: Praktiken der Arbeit und Kollaboration /
Working Practices and Collaboration

Moderation
Kerstin Schankweiler

09:30 – 10:10
Dokumentarfilm im globalen Geflecht. Studio H & S (1969–1982)
Petra Lange-Berndt

10:10 – 10:50
Housing Mozambique’s Middle Class. Eastern Germany’s Bauakademie and the Export of Architecture in Late Socialism
Carla Cortês & Nikolai Brandes

10:50 – 11:20 Kaffeepause / coffee break

11:20 – 12:00
Artistic Creation in the Light of Postal Stamp Production during the Revolutionary Period in Benin (1975–1989)
Didier Houénoudé

12:00 – 12:40
Das versäumte Seminar: Dekolonialisierung als Forschungspraxis (Vorschläge aus Decolonizing Socialism. Entangled Internationalism)
Doreen Mende

12:40 – 14:00 Mittagspause / lunch break

Einführung
Lena Geuer

14:00 – 15:00
Postersession (Albertinum, Lichthof)
Brigida Brancale, Pauline Hohn, Jule Lagoda, Vincenzo Fiore Marrese, Lucas Rehnman, Laura-Maria Schulze, Sophie Thorak, Szilvia Roper 15:00 – 16:00
Wrap-up & Abschied/farewell (Albertinum, Lichthof)


Anmeldung/registration: ddrglobal@tu-dresden.de

Live-Stream: https://www.youtube.com/channel/UCnqRC7tX11BbFrBk2rRUhiA

Eine Kooperation der TU Dresden und des Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden. / A cooperation of the TU Dresden and the Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden.

Die Konferenz wird durch die freundliche Förderung der Fritz Thyssen Stiftung ermöglicht. / The conference is made possible with the kind support of the Fritz Thyssen Stiftung.

Reference:
CONF: The global GDR. A Transcultural History of Art (Dresden, 9-11 Jun 22). In: ArtHist.net, May 6, 2022 (accessed May 14, 2022), <https://arthist.net/archive/36618>.

„Volkskunst in der DDR“ – Ausstellung ab 15. Mai

Zum internationalen Museumstag am 15. Mai eröffnet von 13.00 – 16.00 Uhr das Heimatmuseum Dissen eine neue Sonderausstellung. Die Exposition „Volkskunst in der DDR“ präsentiert die hohe Qualität der künstlerischen Arbeiten und viele Fakten zur Geschichte sowie der Entwicklung des künstlerischen Volksschaffens aus dem ehemaligen Bezirk Cottbus.

Ein Kreuz für den Ost-Kunstkenner

Ingeborg Ruthe, in: Berliner Zeitung, 6.5.2022:

Der Berliner Ausstellungsmacher Eckhart Gillen erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande. Er ist einer der fairsten Vermittler zwischen der Kunst aus der ehemaligen DDR und dem Westen. weiterlesen…

Rezension von Bauer-Friedrich, Thomas; Kaiser, Paul, Willi Sitte. Künstler und Funktionär

Anja Tack, in: H-Soz-Kult, 12.04.2022:

Nicht wenige Ausstellungen widmeten sich in den vergangenen dreißig Jahren dem Thema Kunst aus der DDR, doch jede dieser Präsentationen sah sich mit der Frage konfrontiert, ob Kunst aus der DDR als Kunst oder als historisches Dokument gelte: Gehören die künstlerischen Werke aus der DDR in Kunstmuseen oder in historische Museen? weiterlesen…

Nach 1990 gelangte der DDR-Liebling „Am Strand“ nach Taiwan – jetzt ist das Bild wieder zu Hause

Maritta Tkalec, in: Berliner Zeitung, 10.4.2022:

Walter Womackas Bild ist ein deutscher Klassiker, aber kaum jemand weiß, dass der Meister es dreimal malte. Die Reise eines der Gemälde erzählt vom Nachwendefuror. weiterlesen…

Uomo universale durch schwierige Zeiten

Stefan Trinks, in: FAZ, 6.4.2022:

DDR-DADA und immer Weiter-„Schreitende“: Dem Maler, Grafiker, Land-Artist, Filmer und nicht zuletzt Bildhauer Michael Morgner zum achtzigsten Geburtstag. weiterlesen…

Viele große Werke kommen nicht aus Demokratien

Stefan Locke, in: FAZ, 3.4.2022:

Wird Kunst aus der früheren DDR wie minderwertige Ware behandelt? Darüber diskutierten der Autor Durs Grünbein und die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann. weiterlesen…

Konrad Knebel: Maler der Zwischenzeit

Ingeborg Ruthe, in: Berliner Zeitung, 24.2.2022:

Konrad Knebel sorgt mit seinen ikonischen Häuserbildern des alten Ost-Berlin für unser Erinnern. Heute wird er 90. weiterlesen…

Geburtstagsschau für Konrad Knebel in der Galerie Sandau & Leo, Tucholskystr. 38, ab 3. März bis 23. April, Di.–Sa. 12–18 Uhr.

Rez. ZG: A. Tack: Riss im Bild

Insgesamt stellt die Erforschung von in der DDR entstandener Kunst weiterhin ein Desiderat dar. Diese Forschungslücke zu füllen ist nicht der Anspruch vorliegender Dissertation von Anja Tack. Vielmehr geht es ihr darum zu untersuchen, wie es zu Abwertung und öffentlicher Unsichtbarkeit von Kunst aus der DDR gekommen ist.

Michaela Mai: Rezension zu: Tack, Anja: Riss im Bild. Kunst und Künstler aus der DDR und die deutsche Vereinigung. Göttingen  2021. ISBN 978-3-8353-3910-1, In: H-Soz-Kult, 23.02.2022, <www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-97934>.