Rolf Lindemann. Poesie des Alltags im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst (Cottbus)

Der 1933 in Magdeburg geborene und 2017 in Berlin verstorbene Künstler Rolf Lindemann gehört zum Umfeld der „Berliner Schule“, der auch Maler wie Harald Metzkes, Hans Vent und Wolfgang Leber zuzurechnen sind. Diese Künstler orientierten sich an der französischen Moderne des Nachimpressionismus und entzogen sich den politischen Vorgaben der offiziellen Kunst in der DDR. weiterlesen…

4.9.—21.11.2021, Dieselkraftwerk Uferstraße/Am Amtsteich 15, 03046 Cottbus Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 12 bis 18 Uhr

Über Mauern: Das wichtigste Motiv der deutsch-deutschen Zerrissenheit in der Kunst aus Ost und West

Ralf Julke, in: Leipziger Internetzeitung, 3.9.2021:

Einer, der weiß, wie tief die Spaltung auch die Seele des Landes zerrissen hat, ist Bernd Lindner. Bis 2015 war der Kulturhistoriker als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig tätig. Und das für die Bundeszentrale für politische Bildung erarbeitete Buch legt zumindest die Vermutung nahe, wie er die Jahre danach genutzt hat.

Denn dieses Buch ist nicht nur 400 Seiten dick geworden und enthält die Abbildungen von 420 Kunstwerken von 266 Künstlerinnen und Künstlern aus Ost und West. Es ist auch erstmals das, was Michael Hametner in der offiziellen deutschen Kunstszene schmerzlich vermisst: Ein Band, der beide Seiten zusammenführt und eben nicht teilt oder mit der Arroganz des westdeutschen Feuilletons verachtungsvoll auf die ostdeutschen Künstler/-innen herabschaut. weiterlesen…

Bernd Lindner „Über Mauern“, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2021, 7 Euro zzgl. Versandkosten, bestellbar im Shop der BpB.

Dokumentarfilm erzählt Geschichte der Kunsthalle Rostock

Axel Seitz, in: NDR, 2.9.2021:

Die Kunsthalle Rostock wurde 1969 eröffnet und ist der einzige Neubau eines Kunstmuseums in der DDR. Auf ihre 50-jährige Geschichte blickt nun der Rostocker Filmemacher Jörg Hermann. weiterlesen…

Bernhard Heisig – Das Spätwerk im Potsdam-Museum

Die Sonderausstellung „Bernhard Heisig – Menschheitsträume – das malerische Spätwerk“ stellt insbesondere die letzte künstlerische Schaffensphase des Künstlers vor, der sein Alterswerk in Brandenburg schuf und bis 2011 im kleinen havelländischen Dorf Havelaue-Strodehne sein Atelier hatte. weiterlesen…

Potsdam-Museum, Samstag, 21. August 2021 – 12:00 bis Sonntag, 2. Januar 2022 – 18:00

Gerhard-Altenbourg-Preisträger Walter Libuda gestorben

Steven Ritter, in: ABG-Net.de, 21.7.2021:

Die Werke Walter Libudas stellen den Menschen in den Mittelpunkt. Seine Skulpturen, vor allem aber die aufwühlenden Malereien zeigen Figuren in unterschiedlichsten Situationen und Gefühlswelten. weiterlesen…

Ignoriert und vergessen: Der Thüringer Künstler Werner Schubert-Deister

Natalie Kreisz, in: Deutschlandfunk Kultur, 21.7.2021:

Der Verband Bildender Künstler der DDR machte es ihm nicht leicht: Der Maler und Bildhauer Werner Schubert-Deister schuf abseits des offiziellen Kunstgeschehens ein umfangreiches Werk. Ein Schatz, der immer noch gehoben wird. anhören…

Kunstsammlung der Wismut: Kunst oder linientreuer DDR-Kitsch?

Hartmut Schade, in: MDR KULTUR, 20.7.2021:

Seit 30 Jahren gibt es die SDAG Wismut nicht mehr, doch die Sammlung existiert noch immer. […] Doch ist es wirklich Kunst, was da vierzig Jahre lang im Auftrag der Wismut geschaffen wurde? Lindner schüttelt ablehnend den Kopf. Hochwertige Kunst findet sich unter den 4.000 Gemälden, Graphiken, Zeichnungen nicht, urteilt er. Es sind Auftragsarbeiten, die sich an die Vorgaben der sozialistischen Kunstdoktrin halten. weiterlesen…

Hildegard Stilijanov (1905 – 1981) in Döbeln

„Sehnsucht nach Schönheit“
Malerei und Zeichnung

Ausstellung vom 16. Juli – 16. Oktober 2021 im Stadtmuseum

Hildegard Stilijanov war Malerin und zweite Ehefrau des in Döbeln geborenen Malers Bernhard Kretzschmar. Mit freundlicher Unterstützung durch den Nachlass Stilijanov werden ihre Arbeiten erstmalig in Döbeln gezeigt.

https://www.doebeln.de/index.php/tourismuskulturfreizeit2/116-tourismus-kultur-freizeit/1376-ausstellung-hildegard-stilijanov

„Die Vergangenheitsbetrachtung darf nie zu Ende sein“

Oda Tischewski, Inforadio, 17.06.2021, 07:45:

Als unbequem galt der Maler Hans-Hendrik Grimmling in der DDR. 1986 reiste er aus. Später konnte er in seiner Stasi-Akte nachlesen, was ihm vorgeworfen worden war. Für Grimmling ist es essenziell, dass die Vergangenheit weiter beleuchtet wird. anhören…

Die Documenta 6 und die DDR-Kunst

Andreas Kühne, in: Süddeutsche Zeitung, 15.6.2021:

1977 lädt Kurator Manfred Schneckenburger Künstler aus dem Osten ein – zum Entsetzen mancher Westdeutscher. weiterlesen…

Siehe auch https://www.zeit.de/2021/25/documenta-kassel-kunstfreiheit-ausstellung-berlin-zeitgenoessische-kunst

„Documenta. Politik und Kunst“, 18. Juni 2021 bis 9. Januar 2022, Deutsches Historisches Museum, Berlin