Hommage an Horst Bartnig im Mies van der Rohe Haus

Pressemitteilung vom 18.11.2025

Am Sonntag, 30. November 2025, eröffnet das Mies van der Rohe Haus, Oberseestr. 60, 13053 Berlin, um 14:00 Uhr eine Ausstellung aus dem Nachlass des verstorbenen Künstlers Horst Bartnig (1936–2025). Inhalt der Ausstellung sind verschieden Arbeiten des diesjährig verstorbenen Künstlers aus sechs Jahrzehnten Schaffenszeit. Zur Eröffnung spricht Prof. Dr. Annegret Laabs, Direktorin des Kunstmuseums Magdeburg.

Die von Dr. des. Zsófia Kelm und Romina Quindós kuratierte Ausstellung beinhaltet drei zentrale Werkgruppen – die »Quadratbilder«, »Variationen« und »Unterbrechungen« – ergänzt durch frühe Arbeiten. Zu sehen ist Bartnigs beginnende Beschäftigung mit Erweiterbarkeit und systematischer Ordnung bis hin zu den komplexen variablen Systemen, potenziell unendlichen Kombinationen geometrischer Formen, in denen bald auch Farbe als aktivierendes Element hinzutritt. Die Verbindung von Kunst und Wissenschaft prägte sein Denken nachhaltig. Für Bartnig war Kunst ein aktiver Denkprozess, der Sehen und Wahrnehmen gleichermaßen herausfordert.

Bartnig zählt zu den bedeutendsten Vertretern konstruktiver Kunst in der DDR und im wiedervereinten Deutschland. Für ihn war das Haus am Obersee ein bekannter Ort. Bereits 1994 und 2003 zeigte er hier Einzelausstellungen. Mit der neuen Schau knüpft das Haus an diese Verbindung an.

Interessierte können die Werkschau bis Sonntag, 15. März 2026, besuchen. Das Mies van der Rohe Haus ist von Dienstag bis Sonntag zwischen 11:00 und 16:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

https://www.berlin.de/ba-lichtenberg/aktuelles/pressemitteilungen/2025/pressemitteilung.1617438.php

Ausstellungspremiere setzt neue Akzente in der Kunstsammlung

Susanne Schulz, in: Nordkurier, 2.12.2025:

Mit einer Hommage an den kürzlich verstorbenen Maler und Grafiker Karlheinz Wenzel eröffnet die Kunstsammlung Neubrandenburg eine neue Ausstellungsreihe. Zusätzlich zu wechselnden Sonderausstellungen sowie Einblicken in den Bestand sollen künftig unter dem Titel „Im Hier Im Jetzt“ Künstler aus Neubrandenburg und Umgebung vorgestellt werden, kündigt die Stadt Neubrandenburg an. weiterlesen…

11. Dezember 2025 bis 1. März 2026. Vernissage: 10. Dezember 2025, 17:00 Uhr, https://www.neubrandenburg.de/index.php?object=tx,3330.5&ModID=7&FID=3330.6821.1

Die Künstlerin Nuria Quevedo stirbt im Alter von 87 Jahren

Bezirksamt Treptow-Köpenick, Pressemitteilung vom 28.11.2025:

Die große Malerin des Exils Nuria Quevedo Teixidó ist am 22. November 2025 in Berlin verstorben. Das Bezirksamt Treptow-Köpenick nimmt mit großer Trauer Kenntnis vom Tod der Malerin, Zeichnerin und Grafik-Künstlerin, die mit ihrem melancholischen Figurenrepertoire Exil und Emigration sowie die existenziellen Gefühle von Entwurzelung und Verlorenheit thematisierte. weiterlesen…

Tagber: Die Ludwigs und der deutsch-deutsche Austausch von Gegenwartskunst 1974-1990

Von Mitte der 1970er- bis Mitte der 1990er-Jahre erwarb das Ehepaar Peter und Irene Ludwig eine Sammlung von rund 200 Gemälden, 50 Skulpturen und über 2000 Grafiken von Künstler:innen aus der DDR. Dieser Bestand wanderte in Ausstellungen durch die Bundesrepublik Deutschland und fand ab 1983 im neu gegründeten Ludwig-Institut für Kunst der DDR in Oberhausen eine ständige Heimat, seit 2009 befinden sich die meisten Gemälde und Skulpturen als Dauerleihgabe im Museum der bildenden Künste Leipzig (MdbK) und der Großteil der Grafiken im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. […] Zeitgleich zu den Ankäufen von Kunst aus der DDR erreichten die Ludwigs, dass von 1977 bis 1991 Dauerleihgaben zeitgenössische Kunst aus der BRD, Westeuropa und den USA in der Nationalgalerie in Ostberlin gezeigt werden konnten. Dieser Austausch von Kunst über die Mauer hinweg blieb bisher von der Forschung weitgehend unbeachtet. Die Bearbeitung des DDR-Konvoluts im Archiv der Peter und Irene Ludwig Stiftung und ein Zeitzeugenband zu diesem Thema gab deshalb den Anlass, in einem Workshop diesen Aspekt der deutsch-deutschen Kunst- und Kulturgeschichte zu diskutieren. weiterlesen…

Julius Redzinski, Tagungsbericht: Die Ludwigs und der deutsch-deutsche Austausch von Gegenwartskunst 1974-1990, in: H-Soz-Kult, 25.11.2025, https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/fdkn-158812.

Irene und Peter Ludwig. Zeitgenössische Kunst in & aus der DDR: Regina Wyrwoll im Gespräch mit Zeitzeugen

Mit dem Aufbau einer mehr als 2.000 Werke umfassenden Sammlung von Kunst aus der DDR und mit Leihgaben zeitgenössischer Positionen aus den USA und Westeuropa an Institutionen jenseits des Eisernen Vorhangs initiierten Irene und Peter Ludwig seit Mitte der 1970er-Jahre Orte der Begegnung – zwischen zwei Staaten, Systemen und künstlerischen Welten.
Zwölf Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erinnern sich im Gespräch mit Regina Wyrwoll an diese Aktivitäten des Sammlerpaares. Ergänzt durch bislang unveröffentlichte Dokumente, Archivfotos und einleitende Texte entsteht so ein facettenreiches Panorama eines einzigartigen Kapitels deutsch-deutscher Kunstgeschichte.

Cugini, Carla und Dodenhoff, Benjamin (Hrsg.): Irene und Peter Ludwig. Zeitgenössische Kunst in & aus der DDR: Regina Wyrwoll im Gespräch mit Zeitzeugen, Heidelberg: arthistoricum.net, 2025. https://doi.org/10.11588/arthistoricum.1605

Das Opus Magnum des DDR-Malers Werner Tübke: „Ein bisschen verrückt muss man schon sein“

Sabine Küster-Reeck, in: Berliner Zeitung, 22.11.2025:

Im Auftrag der DDR-Oberen schuf der Künstler Werner Tübke in Bad Frankenhausen ein Panoramagemälde, das den Besucher bis heute in seinen Bann zieht. weiterlesen…

Zwischen Anpassung und Widerstand Kunst in der DDR: 17 prägende Persönlichkeiten

mdr, 23. November 2025:

Kunst der DDR – das klingt nach Heldenbildern, Parolen und Wandmalereien. Doch die Kunstszene war vielseitiger und widersprüchlicher: Manche versteckten tiefere Botschaften in den vermeintlich heroischen Bildern. Andere schufen heimlich Werke, die eine andere Seite des Staates zeigten. Wir stellen 17 Persönlichkeiten vor, die die Kunstlandschaft der DDR besonders geprägt haben und deren Leben meist genauso spannend ist wie ihre Werke. weiterlesen…

Halle zeigt Meisterwerke und Abgründe des Malers Karl Hofer

MDR Kulturdesk, 21.11.2025:

Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle zeigt eine Ausstellung über das Werk des Expressionisten Karl Hofer. Der Maler zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Moderne und wurde nach 1945 in ostdeutschen Museen wenig beachtet. Das liegt zum einen am Streit über das Kunstverständnis in der DDR der 50er-Jahre, vielleicht aber auch an seiner ambivalenten Persönlichkeit. Hofer drängte seine jüdische Frau 1938 zur Scheidung. Mathilde Hofer wurde in der Folge in Auschwitz ermordet. Das Museum Moritzburg würdigt auch sie im Rahmen der Ausstellung. weiterlesen…

„Karl Hofer – Zwischen Schönheit und Wahrheit“. Vom 21. November 2025 bis 15. Februar 2026. Kunstmuseum Moritzburg, Friedemann-Bach-Platz 5, 06108 Halle (Saale), Montag bis Sonntag, von 10 bis 18 Uhr, Mittwochs geschlossen

Quer zum Strom: Malerei und Grafik der 1980er Jahre

Die Ausstellung rückt Werke der Malerei und Grafik aus der Sammlung des BLMK in den Fokus, die Gesellschaftsprozesse und das Zeitgeschehen der 1980er Jahre reflektieren. weiterlesen…

23.11.25 – 25.1.26, Rathaushalle, Marktplatz 1, 15230 Frankfurt (Oder.). Di-So, 11 bis 17 Uhr

Thomas Scheibitz: A Tribute to Hermann Glöckner

Für sein Debüt in der Pinakothek der Moderne wird Thomas Scheibitz für die Ausstellungsräume der Staatlichen Graphischen Sammlung München ein malerisches und bildhauerisches Gesamtkunstwerk schaffen, das sich in drei Phasen vom Foyer, über den Vitrinengang bis hin zu den Ausstellungsräumen dem plastischen und zeichnerischen Werk des Dresdner Künstlers Hermann Glöckner (1889–1987) widmet. Sein künstlerischer Dialog wird sich fortschreitend entwickeln, vernetzen und schlussendlich zu einer kongenialen Hommage steigern. Schon während seiner Zeit an der Dresdner Akademie hat Scheibitz den Artists‘ Artist Hermann Glöckner, einen Geheimtipp unter Künstlern, schätzen gelernt. Nie aber hätte er in Erwägung gezogen, seine eigenen Werke in einen künstlerischen Dialog mit dem Meister der leisen Töne zu setzen. Beeindruckend ist, wie Thomas Scheibitz in seinem Münchner Ausstellungsprojekt als Künstler und Kurator zugleich tätig ist. Es spricht für sein Einfühlungsvermögen, wenn er sein Werk als Katalysator nutzt, um die feingeistige Noblesse dieses Altmeisters spielerisch leicht in Szene zu setzen und Hermann Glöckner einmal mehr überraschend zeitgenössisch erscheinen zu lassen. weiterlesen…

09.10.2025 – 11.01.2026, Pinakothek der Moderne, München