Potsdam Eindrucksvoll: „Die wilden 80er Jahre in der deutsch-deutschen Malerei“

Joachim Lange, in: MZ, 2.1.2017

[D]as Museum Potsdam – Forum für Kunst und Geschichte [wartet] nun mit einem gewichtigen Beitrag zur deutsch-deutschen Malerei auf. Der gerät deshalb so überzeugend, weil er sich auf die figürliche Malerei der 80er Jahre konzentriert. Vor allem, weil es hier gelungen ist, fast 90 Meisterwerke aus den eigenen Beständen des Museums mit prominenten Leihgaben zu vereinen, die auf beiden Seiten der Mauer entstanden sind.

Die Ausstellung belegt, dass die figurative Malerei in den 80er Jahren auch in der alten Bundesrepublik eine Blüte erlebte. Diese Hinwendung war ein bewusstes Abrücken von einem teils schon dogmatischen Bekenntnis zu Abstraktion, Pop-Art, Minimalismus oder Konzeptkunst. Anders in der DDR. Hier ging es nicht um eine Hinwendung zum Figürlichen, sondern um die Emanzipation von einem vordergründigen Sozialistischen Realismus durch ausgeprägte Individualität bei der Wahl von Themen und künstlerischen Mitteln. weiterlesen…

Siehe auch: Christin Odoj, in: nd, 07.01.2017

„Die wilden 80er Jahre in der deutsch-deutschen Malerei“, Potsdam Museum, Am Alten Markt 9, bis zum 21. März 2017.

Tagungsbericht: Kontinuität und Neuanfang: Hans Grundig nach 1945 in Dresden

Das Thema des Kolloquiums war die Tätigkeit von Hans Grundig nach Ende des Zweiten Weltkriegs bis zu seinem Tod 1958. Im Zentrum stand sein Schaffen als politisch und sozial engagierter Künstler, und die Frage inwieweit dieses, bedingt durch die gravierenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen der Nachkriegsphase, eine neue Ausrichtung erfahren hat. Ebenso war seine Rolle als Künstler in der SBZ (Sowjetische Besatzungszone) und der DDR Gegenstand des Kolloquium. weiterlesen…

Tagungsbericht: Kontinuität und Neuanfang: Hans Grundig nach 1945 in Dresden, 11.11.2016 – 12.11.2016 Dresden, in: H-Soz-Kult, 04.01.2017, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6904>.

Dresdner Beitrag für die Weltkunst

Heinz Weißflog, in: Dresdner Neueste Nachrichten, 10. Dezember 2016:

In einer Zusammenschau von Kunstwerken der Dresdner geometrisch-konstruktiven Kunst von 1920-2016 zeigt die Galerie Gebr. Lehmann bisher zum Teil noch Unbekanntes. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der Mitbegründer der Dresdner konstruktivistischen Kunst Hermann Glöckner. weiterlesen…

Bis 21. Dezember. Galerie Gebr. Lehmann, Görlitzer Straße 16, 01099 Dresden. Kontakt: 0351/801 17 83 www.galerie-gebr-lehmann.de geöffnet: Di-Fr 10-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr

Paul Kaiser: Boheme in der DDR. Kunst und Gegenkultur im Staatssozialismus

Wolfgang Hirsch, in: Thüringer Allgemeine, 12.12.2016

In einem opulenten, 470 Seiten starken Buch arbeitet der promovierte Dresdner Kunsthistoriker Paul Kaiser ein Phänomen auf, das es eigentlich gar nicht hätte geben dürfen: die Künstler-Bohème in der DDR. Zentren dieser subkulturellen Gegenbewegung zur offiziellen Staatskunst findet Kaiser, der hierzulande bereits mehrere Ausstellungen mit DDR-Kunst kuratiert hat, weniger in Berlin (Ost) als in der sogenannten Provinz: vor allem in Sachsen und Thüringen. Wir sprachen mit ihm. weiterlesen…

Vgl. Christoph Dieckmann: Vom Eise befreit, in:  ZEIT Nr. 51/2016, 8. Dezember 2016

„Die wilden 80er-Jahre in der deutsch-deutschen Malerei“ im Potsdam Museum

Lena Schneider in: Potsdamer Neueste Nachrichten, 1.12.2016:

Die eindrucksvolle, schier überbordende Ausstellung will mit zwei Irrtümern aufräumen. Der erste: DDR-Kunst kann künstlerisch nicht mit zeitgenössischen Exponaten aus der BRD mithalten. Der zweite: Die Kunstwelten in Ost und West hatten nicht das Geringste gemeinsam.

Um beides richtigzustellen, greift die Schau zu einem radikalen kuratorischen Mittel: Die Künstler werden keiner Herkunft zugeordnet. So sprechen die Werke für sich. Und wer zum Beispiel nicht weiß, dass Johannes Grützke aus Westberlin kommt und Clemens Gröszer aus dem Ostteil der Stadt, der wird nur den fein ziselierten Hyperrealismus sehen, der deren Werke „Valeska Gert“ (1978) und „Bildnis A.P. IV“ verbindet. Ohne die Herkunftszuschreibungen wird so der Blick frei für das Eigentliche: die Kunst. weiterlesen…

„Die wilden 80er-Jahre in der deutsch-deutschen Malerei“ eröffnet am Samstag, dem 3. Dezember, im Potsdam Museum und ist bis 12. März geöffnet.

Altenbourg in Altenburg

Hamburger Abendblatt/dpa, 21.11.2016:

In seinem Haus in Ostthüringen hat sich der Grafiker Gerhard Altenbourg über Jahrzehnte ein Refugium geschaffen. Hier lebte und arbeitete er umgeben von Kunst und Literatur. Heute bietet es als Gesamtkunstwerk Einblick in ein eindrucksvolles Künstlerleben. weiterlesen…

Ausstellung Altenbourg in Altenburg vom 4. Dezember 2016 bis 5. März 2017 im Lindenau-Museum,
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 12–18 Uhr, Samstag, Sonntag und feiertags: 10–18 U

 

Sabine Herrmann und Klaus Killisch im Kunst-Kontor Potsdam

Märkische Allgemeine, 15.11.2016:

Klaus Killisch war ein junger Wilder, er saß bei Judy Lybke am Kanonenofen, Leipzig in den 80ern, als allen klar war, das die DDR sie nicht mehr wärmt. […] Auch Klaus Killisch atmet nicht mehr jene Anarchie, mit der man sich als Maler seinerzeit in Leipzig schmückte. Vor einem Jahr vollzog er jenen Schritt, mit der man aufgenommen wird im Schoß des Bürgertums: Er hat geheiratet. Er kannte seine Lebensgefährtin Sabine Herrmann seit dem Studium. Nun, als Ehefrau und Ehemann, wagen sie erstmals eine Doppelausstellung, zu sehen in der Galerie Kunst-Kontor am Jungfernsee. „Natürlich gibt es ein bisschen Konkurrenz“, räumt Killisch ein, er lächelt – „auch wenn wir das nicht zugeben würden.“. weiterlesen…

Pop-Art made in DDR

Gitta Keil: in Volksstimme (dpa), 10.11.2016

Maler, Grafiker, Bühnenbildner, Komponist, Radrennfahrer. Der Künstler Wasja Götze aus Halle ist ein Allrounder. In diesem Jahr wird er 75 und seine Heimatstadt ehrt ihn ab diesem Sonntag (bis 29. Januar 2017) mit einer Doppelausstellung. Der beziehungsreiche Titel: „Wasja Götze: inmitten – am Rande. Malerei und anderes“. In der DDR-Kunstszene war Götze einer der wenigen Pop-Art-Künstler und eckte damit bei der Staatsmacht gehörig an. Er war: am Rande. weiterlesen…

Wasja Götze: Malerei & Anderes; 13. November bis 29. Januar 2017. Im Kunstforum dienstags bis freitags 14 bis 17 Uhr, donnerstags bis 19 Uhr, Sa., So., Feiertage 11 bis 17 Uhr. Eintritt frei. Im Kunstmuseum tägl. außer mittwochs 10 bis 18 Uhr.

Mehr als ein Auftragsmaler: Gille-Retrospektive in Leipzig

MDR Kultur, 28. Oktober 2016

Im Februar feierte Sighard Gille seinen 75., jetzt lädt das Bildermusem zur großen Rückschau auf das Werk des Malers, der einst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Mattheuer und Heisig studierte und in den 1990er-Jahren dort selbst als Professor lehrte. Zu seinen Schülern gehören Maler wie Matthias Weischer oder Paule Hammer, die unterm Label der „Neuen Leipziger Schule“ für Aufsehen sorgten. weiterlesen…

30.10.-22.01.2016 Sighard Gille: ruhelos
Leipziger Museum der bildenden Künste, Katharinenstraße 10, 04109 Leipzig

Di und Do bis So: 10-18 Uhr, Mi: 12-20 Uhr, Mo geschlossen
31.10./16.11./ 25./26.12.2016: 10-18 Uhr

Wenn Kunst kaum was wert ist

Stefan Lötsch, in: Märkische Online Zeitung, 26.10.2016:

Mit gerade einmal mit knapp 46000 Euro wird die umfangreiche Kunstsammlung der Stadt in der Eröffnungsbilanz der Stadt bewertet. Das zeigt: Zwischen den buchhalterischen und den künstlerischen Werten liegen Welten.

Andererseits hat die Eisenhüttenstädter Sammlung einen ganz anderen Wert, der ihm immer wieder bestätigt wird, was Gudrun Grund den ideellen Wert nennt. Denn namhafte Galerien und Museen fragen immer wieder an, ob sie eine oder mehrere Arbeiten von DDR-Künstlern als Leihgabe für Ausstellungen haben können. Im Querschnitt schätzt Preuß die Eisenhüttenstädter Sammlung als bedeutend auf dem Gebiet der DDR-Kunst ein.  weiterlesen…