In Halle wird DDR-Kunst aus dem Depot geholt

MDR KULTUR, 23. Februar 2018:

Bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten war die Moritzburg in Halle eines der bedeutendsten deutschen Museen für die Kunst der Moderne. Davon blieb nicht viel. Umso größer war die Freude, dass der private Sammler Hermann Gerlinger seine bedeutende „Brücke“-Sammlung 2001 als Leihgabe zur Verfügung stellte. 2017 zog er sie zurück. Das Museum machte aus der Not eine Tugend und konzentrierte sich auf die eigenen Bestände. Jetzt öffnet der zweite Teil der Dauerausstellung mit Kunst aus der DDR. weiterlesen…

Neue Schau im Dieselkraftwerk: Klatscher und verkehrte Welten

Renate Marschall, in: Lausitzer Rundschau, 22.2.2018:

Überdimensionale zum Klatschen erhobene Hände vor einem massigen Körper mit gesichtslosem kleinen Kugelkopf in Pop-Art-Farben – unverkennbar Hans Ticha, den viele zu DDR-Zeiten fast ausschließlich von seinen Buchillustrationen her kannten. Hätte er ausgestellt, was ab Samstag im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst in Cottbus zu sehen ist, „wären wir beide, Galerist und Künstler, wegen Verleumdung zu langen Gefängnisaufenthalten gekommen“, bekennt der Maler. weiterlesen…

Vier Jahrzehnte Kunstgeschichte

Tatjana Littig, in MOZ, 05.02.2018:

Ende vergangenen Jahres hat das Kreisarchiv die ehemaligen Räume der Berufsschule in Beeskow freigezogen. Seitdem lagern die Unterlagen des Landkreises Oder-Spree in den Odersun-Hallen in Fürstenwalde. In der Kreisstadt aber wurden mit dem Umzug Räume frei, die für das Kunstarchiv Beeskow vorgesehen sind. Noch lagern die rund 23 000 Objekte des Kunstarchivs aus vier Jahrzehnten DDR-Geschichte im Speicher an der Spree. weiterlesen…

Künstler Hans Vent mit 83 Jahren gestorben

SZ/dpa, 1.2.2018:

Der Maler und Grafiker Hans Vent ist im Alter von 83 Jahren in Berlin gestorben. Das teilte die Akademie der Künste, deren Mitglied er war, am Donnerstag mit. weiterlesen…

Wie viel Potsdam gehört ins Museum Barberini?

Klaus Büstrin, in Potsdamer Neueste Nachrichten, 26.1.2018:

Abgesehen von einem Bild des Malers Karl Raetsch fanden Potsdamer Künstler, die auch in der DDR arbeiteten, in der Ausstellung keinen Platz. Dies wirkt wie ein Affront gegen sie. Natürlich ist das Barberini kein Regionalmuseum, doch eine Auswahl von Kunst, die in Potsdam und Umgebung zwischen 1949 und 1989 entstanden ist, wäre in der aktuellen Schau auch ein Ehrenerweis an die Künstler der Stadt gewesen. weiterlesen…

Vgl. auch die Antwort von Markus Wicke.

Ausstellung „Blick – Wendungen“ in Frankfurt (Oder)

Mathias Richter, in Märkische Oderzeitung, 26.1.2018:

Die Schau des Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst, die am Sonntag eröffnet wird, ist das Pendant zu der seit Oktober laufenden Ausstellung „Blick – Verschiebungen“ im Schloss Biesdorf in Berlin Mahrzahn-Hellersdorf. Dort sind vor allem Fotoarbeiten zu sehen, die sich mit der Veränderung der Architektur und der Landschaft in Ostdeutschland seit 1989 und damit mit der Verschiebung des Blicks auf die Welt beschäftigen. In Frankfurt werden Gemälde, Grafiken, Rauminstallationen, Fotografien und Collagen von 20 Künstlern, die meisten aus der ehemaligen DDR, gezeigt, die um das Verhältnis von Text und Bild kreisen. weiterlesen…

Blick – Wendungen, Rathaushalle, Marktplatz 1 in Frankfurt (Oder), Di-So 11 – 17 Uhr, Eintritt: 4,00 Euro, 28. Januar bis 15. April.
Blick – Verschiebungen, Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55 in Berlin Marzahn-Hellersdorf, Mi-Mo, 10 – 18 Uhr, Eintritt 5,00 Euro, bis 8. April.

Ausstellung: Carl Lohse in Dresden

Ingeborg Ruthe, in: FR, 21.01.2018:

Dresdens Albertinum setzt die Renaissance des Expressionisten Carl Lohse fort – und zeigt: Er gehört in der ersten Reihe der damaligen Wilden.
[…]

Erst 1929 begann er wieder zu malen, nachdem er Hamburg endgültig verlassen hatte und abermals nach Bischofswerda zog, diesmal für immer. Er fühlte sich erneut angezogen von der Landschaft, der er viele Bilder widmete, ebenso den Porträts nahestehender Menschen, Künstlerkollegen, Nachbarn und deren Kinder. Doch die an die Macht gekommenen Nazis diffamierten seine Kunst als „entartet“. Er malte heimlich weiter.
Und in der frühen DDR-Zeit war der von schockierenden Farbklängen durchzogene Stil des Wahl-„Ostlers“ für die damalige stalinistische Kunstdoktrin wiederum zu „formalistisch“, gar „bürgerlich dekadent“. Er wehrte sich mit Arbeit. weiterlesen…

Albertinum, SKD, Dresden: bis 15. April, albertinum.skd.museum

Thomas Gatzemeier zeigt seine Arbeiten im alten Badehaus

Brigitte Kramer, in Höchster Kreisblatt, 16.01.2018:

„Natur pur“ titelt die Ausstellung. „Jeder Künstler lebt in seiner Zeit“, betont Peter Elzenheimer, und setze das Erlebte entsprechend um. Damit hat der Galerist aus Schwalbach, der die Ausstellung mit der Stadt Bad Soden organisiert hat, den Punkt getroffen. Denn die figürliche Malerei, die das Werk Gatzemeiers dominiert, liegt in seiner ungewöhnlichen Vita begründet. 1954 im sächsischen Döbeln geboren, hat Gatzemeier zu DDR-Zeiten an der bekannten Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Arno Rink und Volker Stelzmann in Leipzig studiert. Er sei einfach künstlerisch woanders sozialisiert worden, betont der 63-Jährige. weiterlesen…

Der Künstler Herbert Sander ist verstorben

Gerold Paul, in Potsdamer Neueste Nachrichten, 11.01.2017:

Der bildende und angewandte Künstler Herbert Sander ist tot. Viele der jüngeren Malergenerationen kennen ihn nicht, geht doch jede Generation ihre eigenen Wege, jede hat ihre eigenen Helden. Wenn Herbert Sander so einer war, dann eher ein stiller, introvertierter. Er wurde 1938 in Nordhausen geboren, kam nach seinen Lehr- und Studienjahren in Sachen bildende und angewandte Kunst nach Potsdam, wo er bis 1965 für das DEFA-Studio für Spielfilme arbeitete. Anschließend war er freischaffend. Er war Buchautor, Plakatkünstler, zudem eine echte Maler-Seele, die viele seiner Zeitgenossen sehr zu schätzen wussten. weiterlesen…

JOB: Wiss. Mitarbeit, Philipps-Universitaet Marburg

Marburg, 01.04.2018 – 31.03.2021
Application deadline: Jan 24, 2018

Am Fachbereich Germanistik und Kunstwissenschaften der Philipps-Universität Marburg, Kunstgeschichtliches Institut, Prof. Dr. Sigrid Hofer, ist zum 01.04.2018 befristet auf drei Jahre, mit der Möglichkeit der Verlängerung, soweit keine Qualifizierungsvorzeiten anzurechnen sind, die Teilzeitstelle (50 % der regelmäßigen Arbeitszeit) einer/eines

Wissenschaftlichen Mitarbeiterin / Mitarbeiters (Doktorandin / Doktorand) zu besetzen.
Die Eingruppierung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 des Tarifvertrages des Landes Hessen.

Zu den Aufgaben gehören wissenschaftliche Dienstleistungen in Forschung und Lehre, insbesondere die Durchführung von Lehrveranstaltungen im Rahmen der BA/MA-Studiengänge am Kunstgeschichtlichen Institut, die Betreuung der Studierenden, die Mitwirkung bei administrativen Aufgaben sowie die Vorbereitung und Durchführung von Forschungsaufgaben.
Im Rahmen der übertragenen Aufgaben wird die Möglichkeit zu eigenständiger wissenschaftlicher Arbeit geboten, die der eigenen wissenschaftlichen Qualifizierung dient. Die Befristung richtet sich nach § 2 Abs. 1 Satz 1 WissZeitVG.

Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom, Master oder vergleichbar) der Kunstgeschichte mit einem Arbeitsschwerpunkt im 19. – 21. Jahrhundert. Erwünscht wird zudem ein Promotionsvorhaben im Bereich der Kunst und/oder Architektur der DDR.

Die Philipps-Universität unterstützt die professionelle Entwicklung von Nachwuchswissen-schaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern durch die Angebote der Marburg Research Academy (MARA), des International Office und der Stellen für Hochschuldidaktik und Personalentwicklung.

Wir fördern Frauen und fordern sie deshalb ausdrücklich zur Bewerbung auf. In Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, werden Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bewerberinnen und Bewerber mit Kindern sind willkommen – die Philipps-Universität bekennt sich zum Ziel der familienfreundlichen Hochschule. Eine Reduzierung der Arbeitszeit ist grundsätzlich möglich. Bewerberinnen/Bewerber mit Behinderung im Sinne des SGB IX (§ 2, Abs. 2, 3) werden bei gleicher Eignung bevorzugt.
Wir bitten darum, Bewerbungsunterlagen nur in Kopie vorzulegen, da diese nach Abschluss des Verfahrens nicht zurückgesandt werden. Bewerbungs- und Vorstellungskosten werden nicht erstattet.

Bewerbungsunterlagen sind bis zum 24.01.2018 unter Angabe der Kennziffer fb09-0002-wmz-2018 an die Geschäftsführende Direktorin des Kunstgeschichtlichen Instituts des Fachbereichs Germanistik und Kunstwissenschaften der Philipps-Universität Marburg, Biegenstr. 11, 35037 Marburg zu senden.

Reference / Quellennachweis:
JOB: Wiss. Mitarbeit, Philipps-Universität Marburg. In: ArtHist.net, Jan 11, 2018. <https://arthist.net/archive/17051>.