Interview: Ostdeutsche Kunst ist nicht DDR-Kunst

BR24, 8.4.2019:

Potsdam wird ein Museum für die Kunst der DDR bekommen. Die Stadtverordnetenversammlung hat zu diesem Zweck dem Verkauf des früheren Speiselokals „Minsk“ an die Stiftung des SAP-Gründers Hasso Plattner zugestimmt. Plattner hat schon einen Museumserfolg in Potsdam: das restaurierte Palais Barberini, in dem derzeit eine Picasso-Ausstellung gezeigt wird. Der Dresdner Kulturwissenschaftler Paul Kaiser im Gespräch mit Judith Heitkamp über die heutige Wahrnehmung und Darstellung von ostdeutscher Kunst. anhören…

Annemirl Bauer: Die Madonna vom Prenzlauer Berg

Annett Gröschner, in: Zeit-online, 10.4.2019:

Die Malerin Annemirl Bauer machte den Mund auf gegen das DDR-Regime. Am 10. April wäre sie 80 Jahre alt geworden. Der Westen des Landes muss sie erst noch entdecken. weiterlesen…

Schloss Achberg zeigt Kunst der DDR von 1945 bis 1990

Helmut Voith, in: Schwäbische, 14.4.2019:

Die Kuratorin Doris Blübaum berichtete, dass sie erstmals 2016 über die jetzt realisierte Idee gesprochen habe – es ist das fünfte von ihr kuratierte Projekt in Schloss Achberg. Neue, spannende Einblicke in die Kunst der DDR seien zu gewinnen, denn neben der Auftragskunst habe es auch oppositionelle Künstler gegeben: „Die Kunst war facettenreich, dazu gehörten auch Abstraktion und Mail-Art.“
Etwa hundert Werke hat sie aus einem Fundus von 600 Gemälden, 3000 Graphiken und 150 Skulpturen aus der DDR ausgewählt und in Schloss Achberg überzeugend präsentiert. Interessant, dass sich die dogmatische Starre der staatlich vorgeschriebenen Kunst nicht aufrechterhalten ließ, dass das künstlerische Selbstverständnis sich wandelte. weiterlesen…

13. April bis 21. Juli 2019, Ost:Nordost. Kunst aus der DDR. Werke des Staatlichen Museums Schwerin. http://www.schloss-achberg.de/programm-fuer-kinder-jugendliche-familien/kinderkunstwerkstatt/ostnordost.html


13. April bis 21. Juli 2019

Konf: Museen in der DDR – Rostock 06/19

Richard Schöne Gesellschaft für Museumsgeschichte e.V.
02.06.2019-04.06.2019, Rostock, Kunsthalle Rostock / Hamburger Straße 40
/ 18069 Rostock
Bald 30 Jahre nach Ende der DDR steht eine umfassende Auseinandersetzung
mit ihrer Museumsgeschichte über verschiedene Museumsgattungen hinweg
noch aus. Dabei haben Museen grundsätzlich eine große Nähe zum
Volksbildungsgedanken und weisen eine hohe Ideologisierungsfähigkeit
auf, ideale Ansatzpunkte für eine staatliche Kulturpolitik. Die Richard
Schöne Gesellschaft für Museumsgeschichte e. V. hat sich vorgenommen,
dem Forschungsfeld durch die Ausrichtung einer internationalen
Konferenz neue Impulse zu geben. In Kooperation mit der Kunsthalle
Rostock, bekannt als einziger Museumsneubau der DDR, sollen
abgeschlossene wie laufende, zumeist nur wenig vernetzte
Forschungsarbeiten zum Thema zusammengebracht werden.
Anmeldung unter http://www.richard-schoene-gesellschaft.de
In Kooperation mit der Kunsthalle Rostock und der Universität Rostock,
gefördert durch die Bundessstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
und die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern.

So., 02.06.2019
15:30-16:30 Uhr Kuratorenführung in der Kunsthalle mit Elke Neumann,
M.A., Kuratorin der aktuellen Ausstellung "Palast der Republik"
(Treffpunkt: Foyer, Kunsthalle) - Teilnahme nur auf Voranmeldung!
18 Uhr Begrüßung (Kunsthalle / RSG / Universität Rostock)
18:30-19:00 Uhr: Die Biennale der Ostseeländer - der Ursprung der
Kunsthalle Rostock. Eine internationale Ausstellungsreihe in der DDR
begründet ein Museum und seine Sammlung (Elke Neumann, M.A.)
19:00-19:45 Uhr: Abendvortrag: Zwischen bürgerlich-humanistischer
Tradition und sozialistischen Anforderungen - Entwicklungsstadien der
Museen in der DDR (Dr. Wolf Karge)
ab ca. 19:45 Uhr Abendempfang
Mo., 03.06.2019
9:30 Uhr Begrüßung
I. Kulturpolitische Rahmenbedingungen der Museumsarbeit in SBZ & DDR /
Moderation: Dr. Jan Scheunemann
9:45-10:05 Uhr: Museen: "Bildungsstätten ersten Ranges" - Zum
Wiederaufbau der Museen in der SBZ nach 1945 (Dr. Maike Steinkamp)
10:15-10:35 Uhr: Das Museum als moderner ästhetischer Bildungsort auch
in der DDR? Optionen und Grenzen einer offeneren Museumspolitik des
Ministeriums für Kultur 1963-1969 (Dr. Kristina Kratz-Kessemeier)
10:45-11:05 Uhr: From 'Berlin baut auf' to '40 Jahre DDR': The Berlin
Zeughaus and Museum for German History in the context of popular
education and socialist museology (Dr. Mary-Elizabeth Andrews)
11:15-11:30 Uhr Kaffeepause
Internationale Beziehungen / Moderation: Dr. Jan Scheunemann
11:30-11:50 Uhr: Der Weg zur Rückführung von Kulturgütern aus der
Sowjetunion in die DDR (1958). Die Schlüsselrolle der Berliner Museen
(Dr. Petra Winter)
12:00-12:20 Uhr: Das Staatliche Museum Schwerin und seine
internationalen Beziehungen vor dem Mauerfall 1989 (Dr. Kornelia Röder
und Dr. des. Patricia Dick)
12:30-12:50 Uhr: Auslandskulturpolitik als Dilemma. Zum Umgang der DDR
mit Forderungen nach Rückgabe von Objekten kolonialer Provenienz (Dr.
Holger Stoecker)
13:00-14:00 Uhr Mittagspause
Museologie und Museumsgestaltung / Moderation: Dr. Sven Kuhrau
14:00-14:20 Uhr: Zur Berliner
Museologinnen-/Museums-kundlerinnen-Ausbildung vor dem Beitritt der DDR
und danach in der BRD (Prof. Dr. Oliver Rump)
14:30-14:50 Uhr: Die DDR-Museologin Ilse Jahn vom Museum für Naturkunde
Berlin, die marxistisch-leninistische Museologie und die Grundprinzipien
zur Ausstellungsgestaltung nach Ilse Jahn (Melanie
Scheil, B.A.)
15:00-15:20 Uhr: Formen einer neuen Macht. Architektur und Design von
Museen in der DDR (Nikolaus Bernau, M.A.)
15:30-15:50 Uhr: Ausstellungsgestaltung in der SBZ/DDR. Konzepte -
Formen - Traditionen (Arne Lindemann, M.A.)
16:00-16:20 Uhr Kaffeepause
Sammlungskonzepte & Objektbewegungen / Moderation: Dr. Sven Kuhrau
16:20-16:40 Uhr: Museum und Bodenreform. Der Umgang mit enteignetem
Kunst- und Kulturgut in der SBZ/DDR (Dr. Jan Scheunemann)
16:50-17:10 Uhr: Zwischen Schlossbergung und Kommerzieller
Koordinierung. Kritische Provenienzen in brandenburgischen
Museumssammlungen bis 1990. (Alexander Sachse, M.A.)
17:20-17:40 Uhr: Sammeln von Gegenwart in Geschichtsmuseen der DDR. Ein
Konzept zwischen Ideologie und Vernachlässigung (Dr. Andreas Ludwig)
Die., 04.06.2019
09: 30 Begrüßung
Vielfältige Museumslandschaft in der DDR? Überblicke und
Fallbeispiele / Moderation: Nikolaus Bernau, M.A.
09:45-10:05 Uhr: Von Schiller zu Schlegel - das späte "Erbe"-Verständnis
in der DDR im Spiegel der Literatur- und Theatermuseen (Dr. Silke Flegel
und Dr. Frank Hoffmann)
10:15-10:35 Uhr: Jenseits der DDR. Zeitgenössische Kunst aus Ost und
West in der Gemäldegalerie Neue Meister zwischen 1945 und 1990 (Kathleen
Rosenthal)
10:45-11:05 Uhr: Indianer. Leipzig's Völkerkundemuseum between
Ethnography, Popular Culture and Ideology (Dr. Frank Usbeck)
11:15-11:35 Uhr Kaffeepause
11:35-11:55 Uhr: Agrargeschichte im "Arbeiter-und-Bauern-Staat":
Freilichtmuseen in der DDR (Dr. Uta Bretschneider)
12:05-12:25 Uhr: Wissenschaft und Technik im Museum: Die Polytechnischen
Museen der DDR 1968- 1990 (Dr. Martin Weiss)
12:35-12:55 Uhr: Gründung und Entwicklung zweier maritimer Museen der
DDR in Rostock 1968-1990 (Dr. Peter Danker-Carstensen)
13:00-14:00 Uhr: Diskussionsrunde und Abschlusspanel

Lukas Cladders
Hermannstraße 77
12049 Berlin
museen-in-der-ddr [a t] richard-schoene-gesellschaft.de
Homepage http://www.richard-schoene-gesellschaft.de
URL zur Zitation dieses Beitrages
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=39970

Verstörende Deutlichkeit – Leipziger Ausstellung zeigt „Künstlerreisen in der DDR“

Thomas Mayer, in: Leipziger Volkszeitung, 12.04.2019:


„Die Mehrzahl der sonst kaum gezeigten Reisebilder wurde ab etwa 1970 von staatlichen Institutionen und gesellschaftlichen Organisationen erworben und der damaligen Karl-Marx-Universität für die Ausstattung ihrer Neubauten überwiesen. Als Zeugnisse eines wenig bekannten Kapitels der DDR-Kulturpolitik gilt es, diese Werke 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution neu in den Blick zu nehmen und auf Qualität, Entstehungsgeschichte und ideologischen Gehalt hin zu befragen“, sagt [die Kuratorin Cornelia] Junge. weiterlesen…

„Künstlerreisen in der DDR – Hinter dem Eisernen Vorhang“, bis 13. Juli, geöffnet Di–Fr 11–18 Uhr, Sa 11–14 Uhr; Galerie im Neuen Augusteum, Augustusplatz 10; http://www.uni-leipzig.de/kustodie

Hasso-Plattner-Stiftung will „Minsk“ zu Museum für ostdeutsche Kunst machen

Peter Degener, in: Märkische Allgemeine Zeitung, 30.3.2019:

Überraschende Wendung im Architekturstreit um das „Minsk“: Die Hasso-Plattner-Stiftung will das ehemalige Terrassenrestaurant am Potsdamer Brauhausberg sanieren, zum Museum für DDR-Kunst machen – und dort ihre Sammlung zeigen. weiterlesen…

Vgl. auch: https://www.pnn.de/kommentar-ddr-kunst-im-minsk-ist-ein-akt-der-versoehnung/24152524.html
https://www.deutschlandfunkkultur.de/ddr-kunstmuseum-fuer-potsdam-versoehnende-rettung-der.1013.de.html?dram:article_id=444910
https://www.pnn.de/potsdam/museum-barberini-potsdam-wo-plattners-ddr-kunst-noch-zu-hause-ist/24158156.html
https://www.pnn.de/potsdam/das-grosse-hasso-plattner-interview-wir-sind-sehr-roh-mit-den-menschen-umgegangen/24161128.html

Kreis übernimmt gesamtes Werk des Malers Wolfram Schubert

dpa, 18. März 2019:

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte übernimmt das gesamte Werk des Malers Wolfram Schubert. Das beschloss der Kreistag am Montag einstimmig in Neubrandenburg. Der sogenannte Vorlass des 92-jährigen Künstlers wurde auf einen Wert von 52 000 Euro geschätzt und sei eine Schenkung. weiterlesen…

DDR-Kunst im Museum Barberini: Picasso hinter der Mauer

Heidi Jäger, in: Potsdamer Neueste Nachrichten, 9.3.2019:

Picasso überstrahlt alles. Ihm gehört schließlich die bislang größte Ausstellung im Barberini. Dennoch sollte man die sechs Räume mit Kunst aus der DDR keineswegs links liegen lassen. Inzwischen sind es bereits 40 Arbeiten von 15 Künstlern, die hier aus der hauseigenen Sammlung des Museumsstifters Hasso Plattner fernab einer glorifizierenden Staatskunst bildmächtig über ihre Zeit hinaus wirken. Und auch zu Picasso rüber schielen. weiterlesen…

Ostdeutsche Landschaftsbilder

Ralf Hanselle, in: Monopol, 28.2.2019:

Wenn Sozialisten träumten, so die jetzt wieder lauter vorgetragene Überzeugung, seien eben nicht nur kitschige Szenerien fantasiert worden; die Kunst unter dem geteilten Himmel der Diktatur habe durchaus inhaltliche und formale Vielfalt gehabt. Ostland war eben Nischenland, daran konnten auch die radikalen Interventionen der Kulturfunktionäre und Parteieliten nichts ändern. weiterlesen…

Ausstellungstipps: Die Ausstellung „Medea muckt auf. Radikale Künstlerinnen hinter dem Eisernen Vorhang“ ist noch bis zum 31. März 2019 in der Dresdener Kunsthalle im Lipsiusbau zu sehen. Gezeigt werden Werke von 36 Künstlerinnen und Künstlerinnengruppen, u. a. von Tina Bara, Sibylle Bergemann und Hanne Wandtke.

Werke von Peter Israel werden ebenfalls bis zum 31. März 2019 in der Ausstellung „Salvador Dalí. Grafische Traumwelten“ im Kulturhistorischen Museum Görlitz und in den Städtischen Museen Zittau zu sehen sein. Das Gemeinschaftsprojekt zeigt neben 300 druckgrafischen Werken Dalís auch die Einflüsse des Surrealisten auf die Kunst in der Lausitz

Werke des in Greiz geborenen Malers Herbert Reiher im Oberen Schloss ausgestellt

Christian Freund, in: Ostthüringer Zeitung, 26.02.2019:

„Herbert Reiher ist sich als Künstler immer selbst treu geblieben. Vor allem die für die Kunst wichtigen 1920er-Jahre haben seine Werke immens und auf Dauer geprägt. Kunst ist immer auch ein Stückchen Leben,“ sagte Museumsleiter ­Rainer Koch in den Begrüßungsworten zur Eröffnung der Ausstellung „Landschaften – Stationen eines Lebens“ im Oberen Schloss anlässlich des 110. Geburtstages des in der Park- und Schlossstadt Greiz geborenen Kunstmalers ­Herbert Reiher. weiterlesen…