Schloss Güstrow zeigt DDR-Kunst

Michael Meyer, in: Ostsee-Zeitung, 8.8.2018:

Die Museen in MV setzen sich aktuell intensiv mit DDR-Kunst auseinander. Im Staatlichen Museum Schwerin läuft die große, anspruchsvolle Schau „Hinter dem Horizont“, die auf der museal-wissenschaftlichen Ebene komplexe Fragen zu dieser Epoche stellt und beantwortet. In Güstrow läuft mit „Vom Leuchten der Farben“ nun bis 4. November eine kleinere Herangehensweise, die über die sinnliche Wahrnehmung – das Sehen – kommt. weiterlesen…

Güstrow : Stimmungen aus später DDR-Zeit

Eckhard Rosentreter, in: SVZ, 25.7.2018:

In den Blickpunkt von Kunstliebhabern rückt die Kleine Galerie des Güstrower Renaissanceschlosses. Vom 4. August an präsentieren die Staatlichen Schlösser, Museen und Kunstsammlungen, zu denen Schloss Güstrow gehört, hier im ersten Obergeschoss des Nordflügels 34 Bilder aus der Kunstsammlung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Sie repräsentieren Malerei aus der späteren DDR-Zeit. weiterlesen…
Schloss Güstrow, Kleine Galerie, vom 4. August bis zum 4. November, außer montags täglich von 12 bis 17 Uhr.

Leipziger Museum plant große Schau zu ostdeutscher Kunst

dpa/monopol, 25.7.2018:

Das Museum der bildenden Künste Leipzig plant für den Sommer 2019 unter dem Titel „Point of no return“ eine große Ausstellung ostdeutscher Kunst
30 Jahre nach 1989 soll erstmals die Perspektive der bildenden Künste auf Friedliche Revolution, Wende und Umbruch umfassend dargestellt werden, wie die Direktion am Mittwoch mitteilte. Von der Reflexion zeugten über 130 Werke von rund 60 Künstlern aus drei Generationen, die in der DDR in unterschiedlichen Schulen, Milieus und Szenen wirkten – von den 1980er Jahren über den Mauerfall bis zur Neudefinition künstlerischen Schaffens danach. weiterlesen…

Geschenke, die Lücken schließen: Das „Café Rosa“ und Porträtzeichnungen von Stephan Velten fürs Potsdam Museum.

Heidi Jäger, in: Potsdamer Neueste Nachrichten, 14.07.2018:

Palmen, flirrendes Licht, nackte pralle Schönheit und ein sich wegträumender Mann mit einem Gläschen in der Hand. Ein Sommerbild: wild und überbordend. Da hat der Maler seinem Affen Zucker gegeben. Entstanden ist dieses farbfrische „Leichtgewicht“ 1984 in Potsdam, als Stephan Velten in den Anfängen seines Freiberuflerlebens stand. Sein „Café Rosa“ gehört zu einer Serie von Kneipen- und Kaffeehausbildern, die vom Aufbruch und der Hoffnung des Künstlers erzählen, die sich aber nur wenige Jahre später eintrüben sollten. weiterlesen…

Museum der bildenden Künste zeigt Gil Schlesingers abstrakte Werke

Leipziger Volkszeitung, 10.7.2018:

Der gebürtige Tscheche Gil Schlesinger stellt im Museum der bildenden Künste aus. Bis zum 19. August 2018 zeigt die Schau abstrakte Werke des Künstlers, der 25 Jahre lang in der ehemaligen DDR lebte. weiterlesen…

„Gil Schlesinger“ bis zum 19. August 2018 im Museum der bildenden Künste

Genug gekreuzigt! Michael Hametners Buch über Bernhard Heisig und Gudrun Brüne

 

Hans-Dieter Schütt, in: Neues Deutschland, 10.07.2018:

Der Band erzählt – in biografisch angelegten Kapiteln, in Interviews mit Weggefährten – vom Werden einer innigen, konfliktbewegten Beziehung. Da ist Heisigs früher Satz, Gudrun Brüne heiraten zu wollen, aber erst 1991 ist es soweit. Kalendarischer Ausdruck eines »Beziehungs-Vermeidungs-Programms« (Hametner), dem wohl die Furcht vor einer Menschheitserfahrung zugrunde liegt: Was geliebt wird, steht immer auch in Gefahr, zerstört zu werden. Ins Positive gekehrt: Heisig und Brüne sind ein Paar aus Gefolgschaft und Eigensinn, Gemeinschaft und Abgrenzung. weiterlesen…

Michael Hametner: Bernhard Heisig und Gudrun Brüne. Ein Künstlerpaar über fünfzig Jahre. Ateliergespräche. Mitteldeutscher Verlag. 192 S. m. Farbabbildungen, geb., 25 €.

 

Schweriner Museum zeigt DDR-Kunst aus eigenen Beständen

Axel Seitz, in: NDR, 4.7.2018:

Unter der Überschrift „Hinter dem Horizont“ vereint die neue Ausstellung des Staatlichen Museums Schwerin Künstler wie Wolfgang Mattheuer, Sabine Curio, Oscar Manigk und Otto Niemeyer-Holstein. Die Ausstellung zeigt Werke, die in den vier Jahrzehnten der DDR-Existenz entstanden sind und sich mit den Realitäten des Arbeiter- und Bauernstaats auseinandersetzen. Zugleich aber gewähren sie auch Einblicke in Sichtweisen jenseits der staatlich verordneten Vorgaben. weiterlesen…

Siehe auch: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1094213.ueber-fabrik-und-schacht-hinaus.html

, Staatliches Museum Schwerin, Alter Garten 3 19055  Schwerin

Drei Malerinnen aus dem Osten: Böhme, Fugmann und Handschick in der Inselgalerie Berlin

Ingeborg Ruthe, in: Berliner Zeitung, 5.7.2018:

Die Xanthippen aus der Inselgalerie in der Petersburger Straße setzen im überbordenden Berliner Ausstellungsbetrieb wieder mal ein Zeichen: Sie holten die Bilder dreier starker, jedoch viel zu früh verstorbener Malfrauen aus dem Osten der Stadt an ihrem vom Verein Xanthippe betriebenen und der weiblichen Kunst gewidmeten Ausstellungsort zusammen. Und sie gaben dem postumen Treffen der Freundinnen den Titel „Wieder im Licht“. weiterlesen…

Inselgalerie, Verein Xanthippe, Petersburger Str. 76 A (Friedrichshain). Bis 4. August, Di–Fr 14–19/Sa 13–17 Uhr. Tel.: 2842-7050, www.inselgalerie-berlin.de

Interview mit Ulrike Kremeier: Die Fusion – schneller und reibungsfreier als gedacht

Renate Marschall, in: Lausitzer Rundschau, 29.06.2018:

Kremeier Unsere Mission ist Kunst aus der DDR und deren Traditionslinien kunsthistorisch aufzuarbeiten, nachhaltig sichtbar zu machen und in Zusammenhänge zu stellen. Durch die Fusion belaufen sich unsere Bestände auf etwa 42 000 Werke, die Qualität und Facettenreichtum der Kunst zeigen. Mich überrascht doch sehr, wie momentan einige große Museen mit Kunst aus der DDR verfahren. Da werden Ausstellungen organisiert und überall wird einfach ein Stempel mit DDR draufgeknallt: bumm und basta. Für Exotisierung und kurzfristige Strohfeuer steht das BLmK nicht. Wir sind schon drei Schritte weiter. Wir stellen die Kunst nicht aus, weil sie aus der DDR oder aus Ostdeutschland kommt, sondern weil es gute Kunst ist, die wir einbinden in internationale Kontexte. Ein anderer Umgang scheint mir persönlich zu defensiv. weiterlesen…

Kurswende eingeleitet?

Christoph Tannert, in: Sächsische Zeitung, 29.06.2018:

Es wird offenbar, dass die Deutungshoheit über die DDR-Vergangenheit von mehreren Seiten angefochten wird. Die Korrekturen laufen dabei diametral entgegengesetzt. Geforscht und neu bewertet werden DDR-Positionen aus dem staatstragenden und dem nicht staatstragenden Bereich. Alle Museen, die aktuell mit Augenfutter Made in GDR aufwarten, fahren zweigleisig. Das führt zum Abbau der Fronten, was nicht das Allerschlechteste ist. Bei den Urgesteinen der DDR-Subkultur ist eine gewisse Altersmilde eingekehrt. Systemvertreter der DDR verfrühstücken lieber ihre Renten als zu protestieren. Traditionsbruch und Traditionskritik umarmen sich. weiterlesen…