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	<title>Bildatlas: Kunst in der DDR</title>
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	<description>Der Blog präsentiert die Arbeit des BMBF-Verbundprojektes &#34;Bildatlas: Kunst in der DDR&#34; und dokumentiert die Debatte über den Umgang mit der Kunst aus der DDR.</description>
	<lastBuildDate>Sat, 19 May 2012 16:31:58 +0000</lastBuildDate>
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		<title>&#8220;Es gibt Kunstwerke und Lohnarbeit&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 19 May 2012 16:31:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska May</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Herbert Schirmer im RUNDSCHAU-Gespräch über das Wandbild von Günther Friedrich Lausitzer Rundschau vom 19.05.2012: &#8220;Die Stadt Guben hat Schularbeiten gemacht. Einem Wandbild, das schon zu DDR-Zeiten keiner sehen mochte, bringt das ungewohnte Aufmerksamkeit. Für die Dauer der Debatte. Seit dem von Herbert Schirmer vorgelegten Gutachten steht fest: Erhaltenswert ist es nicht. Die RUNDSCHAU sprach mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Herbert Schirmer im RUNDSCHAU-Gespräch über das Wandbild von Günther Friedrich </strong></p>
<p><em>Lausitzer Rundschau vom 19.05.2012</em>: &#8220;Die Stadt Guben hat Schularbeiten gemacht. Einem Wandbild, das schon zu  DDR-Zeiten keiner sehen mochte, bringt das ungewohnte Aufmerksamkeit.  Für die Dauer der Debatte. Seit dem von Herbert Schirmer vorgelegten  Gutachten steht fest: Erhaltenswert ist es nicht. Die RUNDSCHAU sprach  mit ihm darüber.</p>
<p><strong>Herr Schirmer, Sie sind von der Stadt Guben beauftragt worden, den  Wert des Wandbildes einzuschätzen, das der 1986 verstorbene Cottbuser  Maler Günther Friedrich in den 1960er-Jahren für die damalige  Diesterweg-Oberschule gemalt hat. Was prädestiniert Sie dafür?</strong></p>
<p>Die Bildende Kunst der DDR ist ein Spezialgebiet von mir, gerade durch  Beeskow, wo ich das Dokumentationszentrum Kunst in der DDR eingerichtet  habe. Und ich mache immer noch Ausstellungen zu diesem Thema. Gerade  bereite ich für Belgien eine Ausstellung über Kunst der 80er-Jahre in  der DDR vor.</p>
<p><strong>Wie sind Sie zu dem Gutachter-Auftrag für Guben gekommen?</strong></p>
<p>Ich denke, die Witwe von Günther Friedrich hat da vermittelt. Ich habe  ursprünglich in Cottbus begonnen mit der Dokumentation von Kunstwerken  in zum Abriss vorgesehenen Gebäuden. Ziel war zu prüfen, ob und in  welcher Weise eine Erhaltung oder eine Rückgabe an den Künstler möglich  war. Die Cottbuser Stadtverwaltung war mit meiner Arbeit sehr zufrieden.</p>
<p><strong>Wann war das und was konnten Sie bewahren helfen?</strong></p>
<p>Vor einem Jahr ging es um ein sehr großes Wandbild aus Meißner Kacheln  in einem Cottbuser Schulgebäude, für das es partout keine Nutzung mehr  gab. Eine Entfernung der bemalten Fliesen hätte zwangsläufig deren  Zerstörung zur Folge gehabt. Darum habe ich, mit Unterstützung des  Künstlers, das Kunstwerk gutachterlich bewertet und in Wort und Bild  dokumentiert.</p>
<p><strong>Wie erleben Sie den Umgang mit Kunst der DDR heute?</strong></p>
<p>Das kommt immer darauf an, mit welcher Toleranz die Stadtverwaltungen an  die Sache herangehen. Es gibt ein sehr gutes Beispiel in Schwedt. Die  Stadt hat alle Kunstwerke im öffentlichen Raum 2012 in einem Kunstführer  veröffentlicht – ein geradezu vorbildlicher Umgang mit jüngerer  Stadtgeschichte. Es gibt aber auch andere Beispiele. Ich möchte keine  Grundsatzdebatte anzetteln. Der Gutachter-Auftrag für Guben bezog sich  ausschließlich auf das Wandbild, und darauf habe ich mich vor Ort und in  meiner Arbeit konzentriert.</p>
<p><strong>Zu welchem Ergebnis sind Sie gekommen?</strong></p>
<p>Kunstgeschichtlich betrachtet kommt das Wandbild ob seiner ästhetischen  Qualität eher nicht als erhaltenswertes Zeugnis für die Kunst in der DDR  infrage. Im Gegenteil, es befördert bei notwendiger kritischer  Betrachtung eher bekannte und häufig zur Anwendung gebrachte Vorurteile,  um die in der DDR entstandene Kunst generell zu diskreditieren.</p>
<p><strong>Ein ziemlich hartes Urteil. Tut das dem Künstler nicht Unrecht?</strong></p>
<p>Wenn man es im Kontext zu seinem Gesamtwerk sieht, nimmt das Wandbild  eher einen hinteren Platz ein. Günther Friedrich hatte damals keinerlei  Erfahrung mit Wandbildern. Man erkennt das an den kompositorischen  Schwächen und der generellen Biederkeit der Bildsprache. Die Tafelbilder  sind künstlerisch besser. Sie werden auch in den Lausitzer Museen  aufbewahrt. Die Cottbuser Kunsthistorikerin Susanne Lambrecht hat sie in  einem Werkverzeichnis erfasst, mit einer Biografie des Künstlers, der  zu den Initiatoren des Kunstmuseums in Cottbus, dem heutigen Kunstmuseum  Dieselkraftwerk, gehörte.&#8221; <a href="http://www.lr-online.de/regionen/guben/Es-gibt-Kunstwerke-und-Lohnarbeit;art1051,3802435" target="_blank">weiterlesen</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Role Models! Die Frau in der DDR in Selbst- und Fremdbildern. Malerei und Grafik aus dem Kunstarchiv Beeskow</title>
		<link>http://www.bildatlas-ddr-kunst.de/2012/05/role-models-die-frau-in-der-ddr-in-selbst-und-fremdbildern-malerei-und-grafik-aus-dem-kunstarchiv-beeskow/</link>
		<comments>http://www.bildatlas-ddr-kunst.de/2012/05/role-models-die-frau-in-der-ddr-in-selbst-und-fremdbildern-malerei-und-grafik-aus-dem-kunstarchiv-beeskow/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 May 2012 15:50:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska May</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>

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		<description><![CDATA[Kunststiftung Poll, Gipsstraße 3, 10119 Berlin Ausstellungseröffnung: Samstag, 19. Mai 2012, 17-19 Uhr 22. Mai 2012 – 31. Juli 2012 Eine Kooperation des Kunstarchivs Beeskow und der Kunststiftung Poll, Berlin Seit dem Fall der Mauer wurde die Rolle der Frau in Ost und West im öffentlichen Diskurs immer wieder thematisiert und auch idealisiert. Der Blick [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kunststiftung Poll, Gipsstraße 3, 10119 Berlin</strong></p>
<p><strong>Ausstellungseröffnung: Samstag, 19. Mai 2012, 17-19 Uhr</strong></p>
<p><strong>22. Mai 2012 – 31. Juli 2012</strong></p>
<p><strong>Eine Kooperation des Kunstarchivs Beeskow und der Kunststiftung Poll, Berlin</strong></p>
<p>Seit dem Fall der Mauer wurde die Rolle der Frau in Ost und West im  öffentlichen Diskurs immer wieder thematisiert und auch idealisiert. Der  Blick auf die Kunstwerke blieb dabei aber weitgehend aus, obwohl sich  gerade in ihnen Weltbilder und Identitätsvorstellungen und somit auch  Bilder der Frau verdichten.</p>
<p>Bilder von uns selbst – egal ob in der Eigen- oder Fremdwahrnehmung –  sind niemals bloße Abbilder sondern Konglomerate der verschiedensten  Welten. In der popkulturellen Bildproduktion nehmen medial bzw.  öffentlich verbreitete Vorstellungen vom “gesellschaftlichen So-Sein” –  Role Models – einen gewichtigen Stellenwert ein. Die Ausstellung „Role  Models!“ zeigt einen Ausschnitt der inhaltlichen und formalen Vielfalt  der Bestände aus dem Kunstarchiv Beeskow in den Räumen der Galerie der  Kunststiftung Poll in Berlin. In der erstmaligen Kooperation beider  Institutionen geht es um die Wirklichkeit der Bilder, die immer auch mit  der gesellschaftlichen Realität in Verbindung steht. In diesem  Spannungsfeld wird anhand der von Künstlerinnen und Künstlern (Selbst-  und Fremdbilder) geschaffenen Werke nach dem Bild der Frau in einer  Vorbildfunktion unter den Vorzeichen von Arbeit, Mythologie und  Weiblichkeit gefragt.</p>
<p>Role Models! begegnen uns überall, ob nun in Werken aus dem Kunstarchiv  Beeskow, im TV oder in Magazinen und versprechen mitunter „15 Minuten  Ruhm“ für jede, als Supermodel, Supertalent oder Bestarbeiterin und  Aktivistin. Sie sind inzwischen Teil der Populärkultur Ost wie West.  Jene Kunstwerke aus der DDR, die seit Beginn der 1990er Jahre im  Kunstarchiv Beeskow lagern, gelten im Allgemeinen als Rest der DDR-Kunst  und bilden einen blinden Fleck der Kunstgeschichte nach 1989. Denn bei  ihnen handelt es sich um Ankäufe oder Aufträge und zum größten Teil um  Arbeiten, die in öffentlichen Gebäuden der Parteien und  Massenorganisationen zu sehen waren. Dementsprechend werden sie im  Gegensatz zu „nonkonformer“ Kunst gern als „offizielle“ Kunst  bezeichnet. Nun ist es zum einen kaum möglich, Kunst fest in die eine  oder andere Kategorie einzuordnen, denn die Begriffe entziehen sich in  ihrer Heterogenität einer genauen Definition.</p>
<p>Zum anderen führt das dualistische und geschlossene Begriffskorsett  dazu, dass tatsächliche Bewegungen innerhalb der Kunst selbst  unberücksichtigt bleiben. Role Models! möchte die Werke nicht nur als  zeitgeschichtliche und gesellschaftliche Illustrationen betrachten,  sondern ihnen eine eigene Evidenz und Wirklichkeit zutrauen, um einen  differenzierten Blick auf die Beeskower Werke zu ermöglichen.</p>
<p>weitere <a href="http://www.poll-berlin.de/Stiftung/ausstellungen/aktuelle-ausstellungen/role-modelsdie-frau-in-der-ddr-in-selbst-und-fremdbildern/" target="_blank">Informationen</a></p>
<p>Presse:</p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/zeitung/kunstarchiv-beeskowrole-models-mutti-geht-arbeiten/6632154.html" target="_blank"><em>Der Tagesspiegel vom 16.05.2012</em></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kunst und Kultur in der DDR</title>
		<link>http://www.bildatlas-ddr-kunst.de/2012/05/kunst-und-kultur-in-der-ddr/</link>
		<comments>http://www.bildatlas-ddr-kunst.de/2012/05/kunst-und-kultur-in-der-ddr/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 May 2012 07:17:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska May</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagung]]></category>

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		<description><![CDATA[9. Juni &#8211; 11. Juni 2012 Konrad-Adenauer-Stiftung, Bildungszentrum Schloss Wendgräben, Wendgräbener Chaussee 1, 39279 Wendgräben Programm Samstag, 09. Juni 2012 bis 16.30 Uhr Anreise, Zimmerbelegung 17.00 Uhr Begrüßung und Einführung „Erziehung zu sozialistischen Persönlichkeiten“ – Auftrag an Kunst und Kultur in der DDR Siegmar Faust (Autor, ehemaliger Landesbeauftragter der Stasi-Unterlagen in Sachsen) 19.30 – 21.00 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>9. Juni &#8211; 11. Juni 2012</strong></p>
<p><strong>Konrad-Adenauer-Stiftung, Bildungszentrum Schloss Wendgräben, Wendgräbener Chaussee 1, 39279 Wendgräben</strong></p>
<p><strong>Programm</strong></p>
<p><strong>Samstag, 09. Juni 2012</strong></p>
<p>bis 16.30 Uhr Anreise, Zimmerbelegung</p>
<p>17.00 Uhr<br />
<strong>Begrüßung und Einführung</strong></p>
<p><strong>„Erziehung zu sozialistischen Persönlichkeiten“ –</strong><br />
<strong>Auftrag an Kunst und Kultur in der DDR</strong><br />
<em>Siegmar Faust</em><br />
(Autor, ehemaliger Landesbeauftragter der Stasi-Unterlagen in Sachsen)</p>
<p>19.30 – 21.00 Uhr<br />
<strong>Der deutsche Kulturbund- sozialistische Kulturpolitik der SED</strong></p>
<p><strong>Literaturförderung in der DDR –</strong><br />
<strong>Das Leipziger Literaturinstitut „Johannes R. Becher“</strong><br />
<em>Siegmar Faust</em></p>
<p><strong>Sonntag, 10. Juni 2012</strong></p>
<p>9.00 – 10.30 Uhr<br />
<strong>Die Sowjetkunst als Vorbild und Herausforderung für die DDR</strong><br />
<em>Dr. Stefan Wolle</em>, Historiker</p>
<p>11.00 – 12.30 Uhr<br />
<strong>Der sozialistische Realismus – Wandlungen eines Dogmas</strong><br />
<em>Dr. Stefan Wolle</em></p>
<p>14.00 – 15.30 Uhr<br />
<strong>Der Bitterfelder Weg als Instrument der Kulturpolitik der DDR</strong><br />
<em>Frank Schult</em>, Dipl. Maler/Grafiker (angefragt)</p>
<p>16.00 – 17.30 Uhr<br />
<strong>Ausbürgerung und verhinderte Karrieren –</strong><br />
<strong>Der Umgang mit kritischen Künstlern in der DDR</strong><br />
<em>Frank Schult</em>, Dipl. Maler/Grafiker (angefragt)</p>
<p>19.30 – 21.00 Uhr<br />
<strong>1968 in Leipzig –</strong><br />
<strong>Eine Künstlergruppe gerät ins Visier der Stasi</strong><br />
<em>Siegmar Faust</em></p>
<p><strong>Montag, 11. Juni 2012</strong></p>
<p>9.00 &#8211; 10.30 Uhr<br />
<strong>Künstlerszene im Prenzlauer Berg -</strong><br />
<strong>Nischen für Kunst und Kultur jenseits der Verherrlichung des Sozialismus</strong><br />
<em>Vera Lengsfeld</em><br />
Bürgerrechtlerin; Zeitzeugin, Autorin</p>
<p>11.00 – 13.00 Uhr<br />
<strong>Neue Zeit, Neue Freiheit –</strong><br />
<strong>Kunst und Kultur nach der friedlichen Revo-lution ’89</strong><br />
<em>Vera Lengsfeld</em></p>
<p><strong>Ein Blick in die Gegenwart:</strong><br />
<strong>Überwiegen kulturelle Gemeinsamkeiten oder die Auswirkungen der Teilung?</strong></p>
<p><strong>Abschlussdiskussion</strong><br />
<em>Vera Lengsfeld</em><br />
<em>Siegmar Faust</em></p>
<p>weitere <a href="http://www.kas.de/wendgraeben/de/events/50788/" target="_blank">Informationen</a><em><br />
</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Museum und Sammlung zwischen Kunst und Politik: Die Gemäldegalerie Neue Meister zur Zeit der DDR. Ein Bericht aus dem dreijährigen Forschungsprojekt &#8220;Bildatlas: Kunst in der DDR&#8221;</title>
		<link>http://www.bildatlas-ddr-kunst.de/2012/04/museum-und-sammlung-zwischen-kunst-und-politik-die-gemaldegalerie-neue-meister-zur-zeit-der-ddr-ein-bericht-aus-dem-dreijahrigen-forschungsprojekt-bildatlas-kunst-in-der-ddr/</link>
		<comments>http://www.bildatlas-ddr-kunst.de/2012/04/museum-und-sammlung-zwischen-kunst-und-politik-die-gemaldegalerie-neue-meister-zur-zeit-der-ddr-ein-bericht-aus-dem-dreijahrigen-forschungsprojekt-bildatlas-kunst-in-der-ddr/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 07:57:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska May</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Vortrag von Simone Fleischer und Kathleen Schröter, Mitarbeiterinnen des Projektes „Bildatlas: Kunst in der DDR“ Donnerstag, 3. Mai 2012, 19 Uhr, Einlass 18.30 Uhr Albertinum, Hermann-Glöckner-Raum, Eingang Georg-Treu-Platz, Dresden Seit Mai 2009 wird in der Galerie Neue Meister intensiv zum Gemäldebestand aus der DDR gearbeitet. Die über sechshundertfünfzig Gemälde wurden dabei erfasst, dokumentiert und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span>Ein Vortrag von Simone Fleischer und Kathleen Schröter, Mitarbeiterinnen des Projektes „Bildatlas: Kunst in der DDR“</span></strong></p>
<p><strong>Donnerstag, 3. Mai 2012, 19 Uhr, Einlass 18.30 Uhr</strong></p>
<p><strong>Albertinum, Hermann-Glöckner-Raum, Eingang Georg-Treu-Platz, Dresden</strong></p>
<p>Seit  Mai 2009 wird in der Galerie Neue Meister intensiv zum Gemäldebestand  aus der DDR gearbeitet. Die über sechshundertfünfzig Gemälde wurden  dabei erfasst, dokumentiert und unter kunsthistorischen Gesichtspunkten  befragt.</p>
<p>Im  Mittelpunkt der Forschung stand ihre Erwerbung: Auf welchen Wegen kamen  die Bilder in die Sammlung, wie groß war die Entscheidungsbefugnis der  Direktoren und ihrer Mitarbeiter und welche politischen Institutionen  übten Einfluss auf die Sammlungspolitik aus? Aus welchen Bildern setzt  sich der Bestand zusammen, welchen Stellenwert hatte die zeitgenössische  Malerei der DDR, welche Künstler wurden bevorzugt, welche blieben außen  vor?</p>
<p>Dies  sind einige der Fragen, mit denen sich zwei wissenschaftlichen  Mitarbeiterinnen des Forschungsprojektes an der Galerie Neue Meister  auseinandergesetzt haben. An dem Abend stellen sie die Ergebnisse ihrer  dreijährigen Tätigkeit vor.</p>
<p>Wir würden uns sehr freuen, Sie an diesem Abend begrüßen zu dürfen.</p>
<p>Der  Vortrag findet im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und  Forschung geförderten Verbundprojektes „Bildatlas: Kunst in der DDR“  statt, das sich der Dokumentation und Aufarbeitung von Malerei aus der  DDR widmet, sowie deren Rezeption und die Wege der Bilder in  verschiedene Sammlungen nachzeichnen will. „Bildatlas: Kunst in der DDR“  ist ein Gemeinschaftsprojekt der TU Dresden, der Staatlichen  Kunstsammlungen Dresden, dem Zentrum für Zeithistorische Forschung  Potsdam und dem Kunstarchiv Beeskow.</p>
<p>Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:</p>
<p>Kathleen Schröter/ Simone Fleischer (Galerie Neue Meister),</p>
<p>Tel. 0351 4914-9742; Kathleen.Schroeter@skd.museum / Simone.Fleischer@skd.museum</p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Bildatlas DDR: Thüringer Museen präsentieren ostdeutsche Kunst&#8221;</title>
		<link>http://www.bildatlas-ddr-kunst.de/2012/04/bildatlas-ddr-thuringer-museen-prasentieren-ostdeutsche-kunst/</link>
		<comments>http://www.bildatlas-ddr-kunst.de/2012/04/bildatlas-ddr-thuringer-museen-prasentieren-ostdeutsche-kunst/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 08:03:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska May</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Herbst wagen Thüringer Museen in Weimar, Erfurt und Gera einen neuen Blick auf Kunst, die zu DDR-Zeiten entstand. OTZ.de vom 19.4.2012: &#8220;Der Eklat des Kulturstadtjahres Weimar &#8217;99 haftet noch tief in den Gedächtnisrinden deutsch-deutscher Kunstfreunde. Damals hatte die Ausstellung &#8220;Aufstieg und Fall der Moderne&#8221; im ehemaligen Gauforum insbesondere durch die Art der Präsentation von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Herbst wagen Thüringer Museen in Weimar, Erfurt und Gera einen neuen Blick auf Kunst, die zu DDR-Zeiten entstand.</strong></p>
<p><em>OTZ.de vom 19.4.2012</em>: &#8220;Der Eklat des Kulturstadtjahres Weimar  &#8217;99 haftet noch tief in den Gedächtnisrinden deutsch-deutscher  Kunstfreunde. Damals hatte die Ausstellung &#8220;Aufstieg und Fall der  Moderne&#8221; im ehemaligen Gauforum insbesondere durch die Art der  Präsentation von Kunstwerken aus der DDR  heftige und polemische Debatten ausgelöst. Jetzt wagt die  Klassik-Stiftung einen neuen Anlauf: Auf der Basis des umfangreichen,  dreijährigen Forschungsprojektes &#8220;Bildatlas: Kunst aus der DDR&#8221;  zeigt sie ab 19. Oktober im Neuen Museum die Schau &#8220;Abschied von  Ikarus&#8221; mit einem thematisch gegliederten Querschnitt ostdeutscher  Malerei. Flankiert wird diese Unternehmung durch Ausstellungen im  Angermuseum Erfurt und in der Orangerie der Geraer Kunstsammlung.</p>
<p>Etwa 180 Werke werden dabei in Weimar  zu sehen sein, und Spannung verspricht dieser Einblick in den jüngsten  Abschnitt der Kunstgeschichte schon allein durch die Ankündigung vieler  vergessener, wieder neu zu entdeckender Künstler und Bilder: Josep Renaus &#8220;Die friedliche Nutzung der Atomenergie&#8221; beispielsweise oder Lothar Zitzmanns &#8220;Kosmonauten&#8221;, A. R. Pencks frühe &#8220;Systembilder&#8221; oder Heidrun Hegewalds &#8220;Kassandra&#8221;-Deutung. Viele der Arbeiten wurden bei den Recherchen zum &#8220;Bildatlas DDR&#8221; in Sonderdepots oder in Regionalmuseen ausfindig gemacht, manche davon gelten &#8211; wie Zitzmann in Gera &#8211; als regelrechte Trouvaillen.</p>
<p>Daran, dass die nach wie vor schwelende deutsch-deutsche Kunstdebatte den drei Ausstellungen in Thüringen eminente überregionale Aufmerksamkeit bescheren wird, hegen Professor Wolfgang  Holler, Direktor Museen der Klassik-Stiftung, und seine Mitstreiter  keine Zweifel. Einen &#8220;heißen Herbst&#8221; fürchtet er jedoch nicht. &#8220;Wir sind  uns unserer Sache sehr sicher&#8221;, sagte er am Mittwoch.</p>
<p>Denn der &#8220;Bildatlas DDR&#8221; liefere eine  Materialbasis von 20.000 Einzelwerken aus 160 Museen, Sammlungen und  Depots, um zumindest &#8220;wesentliche Merkmale&#8221;, so Holler, von Kunst in der  DDR exemplarisch herauszuarbeiten.  Erstellt wurde das Kompendium in einem Verbundprojekt der Staatlichen  Kunstsammlungen und der TU Dresden, des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und des Kunstarchivs Beeskow.</p>
<p>&#8220;Die Ausgangsbeobachtung war: Die meisten Kunstwerke aus der DDR sind in Depots eingelagert&#8221;, erklärt Professor Karl-Siegbert Rehberg  als Projektkoordinator. Nun ist der &#8220;Bildatlas&#8221; in Kürze zumindest per  Datenbank verfügbar und soll, zumindest in Auszügen, gedruckt werden.  Auch nur annähernde Vollständigkeit war mit dem aus Mitteln des  Bundesforschungsministeriums finanzierten Projekt freilich nicht zu  erzielen, beklagt Rehbergs Dresdner Kollege Paul Kaiser. Dennoch: Die Wissenschaft widmet sich mit neuem Elan der Aufarbeitung des ostdeutschen Bilderkosmos und seiner Themen.</p>
<p>Eine Klassifizierung der Akteure in Staatskünstler, Bohemiens und  Dissidenten mag dabei eher ein nachrangiger Aspekt sein. Für die  Weimarer Schau wählen Kaiser &amp;  Co. bewusst den thematischen Zugang über den mythologischen Flugschüler  Ikarus &#8211; als Sinnbild gescheiterter Utopien. Von Kunst-Stars wie Wolfgang Mattheuer und Bernhard Heisig  wird da die Rede sein, aber auch von vielen heute Unbekannten, von  durchaus euphorischen &#8220;technokratischen Utopien&#8221; ebenso wie von einer  gebrochen-melancholischen Antike-Rezeption, von politisch  systemkonformen, ja propagandistischen Ausdeutungen wie von subversiv  gewendeten Ikonografien.</p>
<p>Ähnliche Schau-Aufgaben stehen dann zeitgleich den Besuchern des  Erfurter Angermuseums und der Geraer Orangerie bevor; die eine  Ausstellung zeigt Atelierbilder und Künstlermythen und damit  Selbstreflexionen von DDR-Künstlern unter dem Titel &#8220;Schaffens(t)räume&#8221;,  die andere christliche Bilder in einer atheistischen Welt unter dem  Motto &#8220;Tischgespräch mit Luther&#8221;. Man wird, das ist vorhersehbar, die  Grand Tour entlang dieser drei Thüringer Wegmarken des &#8220;Bildatlas&#8221; an  einem einzigen Tage nicht bewältigen können &#8211; Kulturreisende von  auswärts sind umso herzlicher willkommen. Daneben will Rehberg später weitere Expositionen anregen, etwa im Westen unserer Republik oder in Frankreich.&#8221; <a href="http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Bildatlas-DDR-Thueringer-Museen-praesentieren-ostdeutsche-Kunst-1440452737" target="_blank">weiterlesen</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">zum Thema</span>:</p>
<p><a href="http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Abschied-von-Ikarus-in-Weimar-Erfurt-und-Gera-817810740" target="_blank"><em>&#8220;Abschied von Ikarus&#8221; in Weimar, Erfurt und Gera</em></a> (OTZ.de vom 19.4.2012)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Kunsthalle: Plattner baut &#8211; wenn Potsdam will&#8221;</title>
		<link>http://www.bildatlas-ddr-kunst.de/2012/04/kunsthalle-hassner-baut-wenn-potsdam-will/</link>
		<comments>http://www.bildatlas-ddr-kunst.de/2012/04/kunsthalle-hassner-baut-wenn-potsdam-will/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 09:51:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska May</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Mäzen und Softwaremilliardär Hasso Plattner hat seine Pläne für die Kunsthalle präzisiert, die er der Landeshauptstadt schenken und mit seiner Förderstiftung dauerhaft betreiben und ausstatten will. pnn.de vom 14.4.2012: &#8220;Im PNN-Interview sagte Plattner am Freitag, er wolle „etwas schaffen, was auch in einhundert Jahren noch da ist und Wert hat, wenn sich niemand mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Mäzen und Softwaremilliardär Hasso Plattner hat seine Pläne für die  Kunsthalle präzisiert, die er der Landeshauptstadt schenken und mit  seiner Förderstiftung dauerhaft betreiben und ausstatten will.</strong></p>
<p><em>pnn.de vom 14.4.2012</em>: &#8220;Im PNN-Interview sagte Plattner am Freitag, er wolle „etwas schaffen,  was auch in einhundert Jahren noch da ist und Wert hat, wenn sich  niemand mehr erinnert, wer Hasso Plattner war“. Potsdam sei dafür ein  idealer Ort. „Die Stadt ist selbst ein ästhetisches Kunstwerk, hat aber  keine Kunsthalle.“</p>
<p>In dem Museum will Plattner als erstes eine Dauerausstellung mit  Werken der vergangenen 60 Jahre aus der ehemaligen DDR und den neuen  Bundesländern zeigen. Die Erstellung dieser Sammlung habe er bereits in  Auftrag gegeben. Langfristig soll seine dem Vernehmen nach sehr  wertvolle private Kunstsammlung mit Werken der Klassischen Moderne in  der Potsdamer Kunsthalle ihre Heimstatt finden. „Ich möchte vorsorgen,  dass, wenn bei mir einmal der Erbfall eintritt, meine Sammlung, meine  Bilder, die ich über viele Jahre erworben habe, nicht bei einer Auktion  bei Sotheby’s oder Christies auseinander gerissen werden“, sagte  Plattner. Die Werke würden „über die Zeit in das neue Museum einziehen“,  versprach er.</p>
<p>Plattner betonte, seine Kunsthalle müsse in Potsdam gewollt sein: „Ich  will nichts aufzwingen. Wenn ich das Gefühl habe, dass sie nicht gewollt  wird, dann werde ich es nicht machen.“ Er habe „überhaupt keinen Grund,  mich gegen die Bevölkerung in der Stadt zu stellen, selbst wenn es eine  Minderheit ist“. Die Kunsthalle sei ihm ein Anliegen, „das von vorne  bis hinten Freude machen soll. Wenn es die nicht macht, werde ich es  nicht tun“.</p>
<p>Plattner bekräftigte, dass er die Kunsthalle am liebsten vis-à-vis des Stadtschlosses auf dem Grundstück errichten möchte, wo jetzt der Plattenbau des Hotel  Mercure steht: „Für eine Kunsthalle gibt es in Deutschland kein  schöneres Grundstück.“ Stehe es zur Verfügung, werde er die Fläche durch  die Hasso Plattner Förderstiftung erwerben. Doch über den für den Bau  der Kunsthalle nötigen Abriss des Hotel Mercure müssten die Potsdamer  entscheiden: „Das ist eine Sache, die die Stadt mit sich, mit der  Bürgerschaft austragen muss. Das muss Potsdam entscheiden.“ Sollte er an  diesem Standort bauen können, kündigte Plattner für die Kunsthalle eine  moderne Architektur an. „Es muss etwas Modernes, Gutes, aber  Bescheidenes werden“, so Plattner.&#8221; <a href="http://www.pnn.de/titelseite/639914/" target="_blank">weiterlesen</a></p>
<p>Presse:</p>
<p><a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12310945/63369/Hasso-Plattners-Kunsthallen-Plaene-in-Potsdam-Vorbild-Baden.html" target="_blank"><em>Märkische Allgemeine vom 16.4.2012</em></a></p>
<p><em><a href="http://www.pnn.de/potsdam/639927/" target="_blank">pnn.de vom 14.4.2012</a></em> (Interview mit Hasso Plattner)</p>
<p><em><a href="http://www.b2b-deutschland.de/berlin/region/detail_dapd_3343308390.php" target="_blank">B2B vom 13.4.2012</a></em></p>
<p><a href="http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1017099/" target="_blank"><em>Märkische Oderzeitung vom 13.4.2012</em></a></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Ich möchte Betroffenheit auslösen&#8230;&#8221;</title>
		<link>http://www.bildatlas-ddr-kunst.de/2012/04/ich-mochte-betroffenheit-auslosen/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 11:29:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska May</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>

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		<description><![CDATA[Ronald Paris über Künstler als Ärzte und Philosophen, über Glaubwürdigkeit und Wahrhaftigkeit nd vom 10.4.2012: &#8220;Über mangelndes Interesse kann er nicht klagen: Vorige Woche lud er zur Vernissage nach Dresden: Porträts und Landschaften. Anfang Juni wird eine größere Schau in Merseburg eröffnet. Dennoch vermisst RONALD PARIS Anerkennung der Kunst und Künstler aus der DDR. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ronald Paris über Künstler als Ärzte und Philosophen, über Glaubwürdigkeit und Wahrhaftigkeit</strong></p>
<p><em>nd vom 10.4.2012</em>: &#8220;Über mangelndes Interesse kann er nicht klagen: Vorige Woche lud er zur  Vernissage nach Dresden: <a href="http://www.ifw-dresden.de/events/exhibitions-at-the-ifw-dresden/?set_language=de" target="_blank">Porträts und Landschaften</a>. Anfang Juni wird  eine größere <a href="http://www.willi-sitte-galerie-merseburg.de/Veranstaltungen.html" target="_blank">Schau</a> in Merseburg eröffnet. Dennoch vermisst RONALD PARIS  Anerkennung der Kunst und Künstler aus der DDR. Der 1933 geborene Maler  hat an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee studiert, war  Meisterschüler von Otto Nagel, Mitbegründer der »Intergrafik« und in den  90er Jahren Professor für Malerei an der Hochschule Burg Giebichenstein  in Halle. Über sein Leben und seine Kunst sprach er mit der  nd-Redakteurin KARLEN VESPER.</p>
<p><strong>nd: Herr Professor, »Lob des Kommunismus« heißt Ihr legendäres, neun  Meter langes Wandbild von 1969/70, das heute im DDR-Museum an der Spree  zu sehen ist. Wie kamen Sie zu diesem Titel?</strong><br />
Paris: Ich wollte  ein Geschichtspanorama schaffen: Aufbruch und Abbruch, Hoffnungen und  Enttäuschungen, die Gewalt der Kriege und Bürgerkriege bildhaft werden  lassen, ein permanent fürchterliches Zeitgeschehen. Man selbst war ja  von dieser Geschichte nicht unberührt. Ich suchte also ein Motto. Und da  war mir Brecht recht. Mir hat vor allem der Schlusssatz seines  Lobgedichtes gefallen: »Er ist das Einfache, das schwer zu machen ist.«  Das ist es! Es ist kein Spaziergang, zu einer gerechteren Gesellschaft  zu gelangen. Aber es ist möglich. Das ließ hoffen. Und lässt hoffen.</p>
<p><strong>»Er ist vernünftig, jeder versteht ihn«, heißt es in Brechts Gedicht über den Kommunismus. </strong><br />
»Die  Dummköpfe nennen ihn dumm, und die Schmutzigen nennen ihn schmutzig. Er  ist gegen den Schmutz und gegen die Dummheit&#8230; Er ist keine Tollheit,  sondern das Ende der Tollheit.«</p>
<p><strong>Nun hat aber der Kapitalismus triumphiert, weltweit.</strong><br />
Ich  bin überzeugt, dass er nicht das Ende der Geschichte ist. Das wird uns  doch gerade dieser Tage deutlich. Der Kapitalismus ist nicht vernünftig,  er ist schmutzig, er ist eine Tollheit, und es gibt kein Verbrechen,  das er nicht wagen würde, wenn es Profit verspricht. Wie es schon bei  Marx heißt.</p>
<p><strong>Das Wandgemälde verhalf Ihnen zu einem Bekanntheitsgrad, der für Sie sicher vorteilhaft war?</strong><br />
Ich  hatte einen kleinen Schelmenstreich begangen, indem ich mich des  Brechtschen Lobgedichtes bediente, ihm zu einer Dominanz verhalf, die es  in der damaligen DDR-Gesellschaft schon nicht mehr hatte. Man konnte  mich jetzt nicht mehr einfach im Abseits stehen lassen. Das muss einigen  Genossen »oben« schwergefallen sein. Denn ich war suspekt durch meine  Illustrationen zu Wolf Biermanns Gedichtband »Die Drahtharfe« von 1965,  in dem dieser die alten Genossen aufrief: »Tretet zurück, indem ihr uns  den neuen Anfang lasst!« Ein Sakrileg. Biermann bekam Auftrittsverbot.</p>
<p><strong>Und Sie schrammten knapp an einem Parteiausschluss vorbei. Ihr Wandgemälde selbst wurde kritisiert. Was warf man Ihnen vor?</strong><br />
Dass  das Bild keine Zuversicht versprühe. Wenn ich Zuversicht versprühen  wollte, wäre ich Parteisekretär geworden. Oder, um es heutig zu sagen:  Versicherungsvertreter. 24 Änderungswünsche wurden an mich  herangetragen. Eine Forderung betraf den Arbeiter am Anfang des Bildes:  »Unsere Menschen laufen nicht mehr barfuß!« Ich sollte ihm Schuhe  anziehen. Doch ich habe ich nichts geändert. Ich war so frei.</p>
<p><strong>Der engagierte Künstler ist heute eine seltene Spezies. Wurde er verschreckt durch die nach 1990 gegen ihn geschwungene Keule?</strong><br />
Sie  meinen das Verdikt: DDR-Kunst ist gleich Verherrlichung des Systems.  Absoluter Quatsch. Es stimmt einfach nicht, dass alle  politisch-thematischen Werke in der DDR per Auftrag zustande kamen. Ich  wage zu behaupten, 70 Prozent deckten sich mit dem inneren Auftrag des  Künstlers. Es wäre und bleibt fragwürdig, wenn man als Künstler Werke  schafft, mit denen man sich nicht identifizieren kann. Aber diese  dummdreiste Verteufelung hatte Konsequenzen. Sie diente als  Freifahrtsschein, DDR-Kunst in verstaubte Magazine zu verbannen. Und  wenn sie gezeigt wird, so zur Diskreditierung. Doch die unqualifizierte  Aburteilung ist entkräftet worden – von den Adressaten unserer Arbeiten. &#8221; <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/223563.ich-moechte-betroffenheit-ausloesen.html" target="_blank">weiterlesen</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>In meinem eigenen Lande. Die Malerin und Dissidentin Annemirl Bauer</title>
		<link>http://www.bildatlas-ddr-kunst.de/2012/04/in-meinem-eigenen-lande-die-malerin-und-dissidentin-annemirl-bauer/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 09:36:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska May</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>

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		<description><![CDATA[Mauer-Mahnmal im Deutschen Bundestag, Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Schiffbauerdamm, 10117 Berlin 29. März &#8211; 30. Juni 2012 Annemirl Bauer (1939 – 1989) war eine der ungewöhnlichsten Malerinnen in der DDR. Ausgebildet an der Kunsthochschule Weissensee, folgte sie zunächst dem sozialkritisch und expressiv orientierten Realismus ihrer Mutter Tina Bauer-Pezellen. In Auseinandersetzung mit dem Grenzregime und die patriarchalischen Strukturen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mauer-Mahnmal im Deutschen Bundestag, Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Schiffbauerdamm, 10117 Berlin</strong></p>
<p><strong>29. März &#8211; 30. Juni 2012</strong></p>
<p>Annemirl Bauer (1939 – 1989) war eine der  ungewöhnlichsten Malerinnen in der DDR. Ausgebildet an der  Kunsthochschule Weissensee, folgte sie zunächst dem sozialkritisch und  expressiv orientierten Realismus ihrer Mutter Tina Bauer-Pezellen. In  Auseinandersetzung mit dem Grenzregime und die patriarchalischen  Strukturen der DDR wurde sie bald systematisch marginalisiert,  ausgegrenzt und bespitzelt. Sie nahm ein Leben nahe der Armut in Kauf  und arbeitete systematisch an einer ihrer unbeugsamen Haltung gemäßen  künstlerischen Formensprache. Sie starb im August 1989, kurz vor dem  Fall der Mauer – und fiel so erneut aus der öffentlichen Wahrnehmung.  Die Ausstellung im Mauer-Mahnmal zeigt sie als Malerin und Dissidentin.</p>
<p>weitere <a href="http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/kunst/mauermahnmal/index.jsp" target="_blank">Informationen</a>, <a href="http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/kunst/mauermahnmal/ausstellungen/annemirl_bauer/flyer.pdf" target="_blank">Flyer</a></p>
<p>Presse:</p>
<p><a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12325613/1174144/Einst-forderte-Annemirl-Bauer-die-SED-heraus-Heute.html" target="_blank"><em>Märkische Allgemeine vom 12.5.2012</em></a></p>
<p><a href="http://www.berliner-zeitung.de/kultur/ausstellung-der-himmel-ist-nicht-teilbar,10809150,14797412.html" target="_blank"><em>Berliner Zeitung vom 12.4.2012</em></a></p>
<p><em><a href="http://www.rbb-online.de/stilbruch/archiv/stilbruch_vom_29_03/annemirl_bauer_ausstellung.html" target="_blank">Stilbruch. das Kulturmagazin des rbb vom 29. 3. 2012</a></em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Autonomie trotz Affirmation? Über die Kunst in der DDR und die Ambivalenz der Bilder</title>
		<link>http://www.bildatlas-ddr-kunst.de/2012/04/autonomie-trotz-affirmation-uber-die-kunst-in-der-ddr-und-die-ambivalenz-der-bilder/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 18:37:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska May</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Gespräch von Markus Heidmeier und Jochen Thermann mit Karl-Siegbert Rehberg auf MONTAGSRADIO. Netzgespräche zur Zeitgeschichte vom 3. März 2012. Der schwierige Umgang mit der Kunst aus der DDR führte sehr schnell nach 1990 zum so genannten “Bilderstreit”. Handelte es sich bei den Bildern ostdeutscher Maler lediglich um propagandistische “DDR-Kunst”, da die offizielle Förderung und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Gespräch von Markus Heidmeier und Jochen Thermann mit Karl-Siegbert Rehberg auf MONTAGSRADIO. Netzgespräche zur Zeitgeschichte vom 3. März 2012.</strong></p>
<p>Der schwierige Umgang mit der Kunst aus der DDR führte sehr schnell nach  1990 zum so genannten “Bilderstreit”. Handelte es sich bei den Bildern  ostdeutscher Maler lediglich um propagandistische “DDR-Kunst”, da die  offizielle Förderung und Privilegierung zugleich mit Anpassungsdruck und  Gängelung einher ging? Oder war die Kunst in der DDR, insbesondere die  Malerei, im Gegenteil zu bedeutenden, starken Werken fähig, die man in  der westdeutschen Kunstlandschaft vergeblich sucht? Im MONTAGSRADIO  04/2012 sprechen Markus Heidmeier und Jochen Thermann mit Karl Siegbert  Rehberg, Gründungsprofessor für Soziologie an der TU Dresden und  wissenschaftlicher Koordinator des Forschungsverbundes “<a href="../">Bildatlas: Kunst in der DDR</a>“.</p>
<p>Heute haben sich die Wogen des “Bilderstreits” gelegt – offensichtlich  erfüllte die Kunst in der Nachwendezeit das, was andernorts nicht  diskutiert werden konnte: Hier wurde stellvertretend gefragt, wie das,  was Künstler in der DDR geleistet haben, zu bewerten sei. Wie groß war  der Spielraum zwischen Anpassung und Autonomie? Dieser Frage gehen  Markus Heidmeier und Jochen Thermann im Gespräch mit Karl-Siegbert  Rehberg nach und sprechen mit ihm über den Bilderstreit und die  Ambivalenz der Kunst (in) der DDR.</p>
<p>zum <a href="http://www.montagsradio.de/2012/04/03/autonomie-trotz-affirmation-uber-die-kunst-in-der-ddr-und-die-ambivalenz-der-bilder/" target="_blank">Gespräch</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bernhard Heisig. Selbst und Trompete. Späte Bilder und Zeichnungen</title>
		<link>http://www.bildatlas-ddr-kunst.de/2012/04/bernhard-heisig-selbst-und-trompete-spate-bilder-und-zeichnungen/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 18:27:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska May</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>

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		<description><![CDATA[GALERIE BERLIN, Augustsr. 19, 10117 Berlin 31. März &#8211; 9.  Juni  2012 Märkische Allgemeine vom 2.4.2012: &#8220;Dreizack, Orden, gebieterische, gleichwohl abwartende Körperhaltung, rechte Hand am Gesicht: Friedrich der Große. Pompös preußisch eröffnet die kleine Ausstellung, mit der Rainer Ebert und Rüdiger Küttner in ihrer Galerie Berlin einmal mehr an den Künstler Bernhard Heisig erinnern wollen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>GALERIE BERLIN, Augustsr. 19, 10117 Berlin</strong></p>
<p><strong>31. März &#8211; 9.  Juni  2012</strong></p>
<p><em>Märkische Allgemeine vom 2.4.2012</em>: &#8220;Dreizack, Orden, gebieterische, gleichwohl  abwartende Körperhaltung, rechte Hand am Gesicht: Friedrich der Große.  Pompös preußisch eröffnet die kleine Ausstellung, mit der Rainer Ebert  und Rüdiger Küttner in ihrer Galerie Berlin einmal mehr an den Künstler  Bernhard Heisig erinnern wollen.</p>
<p>Der war am 10. Juni 2011 im havelländischen  Strodehne verstorben. 87 wäre er vorgestern, am Tag der Vernissage,  geworden. Viele Wegbegleiter, Freunde, Familie waren in die Galerie nach  Berlin-Mitte gekommen. Und registrierten an zahlreichen Beispielen  beeindruckt, wie sehr Heisig sich in seinen letzten Lebensjahren, die  auch trotz schwerer Krankheit noch intensive Schaffensjahre waren,  künstlerisch verändert hat. „Das Tolle ist, dass er eine neue Malerei  begonnen hat“, schwärmte Rüdiger Küttner. Malerischer seien Heisigs  Werke der letzten Jahre geworden, auch ein Stück weit abstrakter. Etwas,  das sich gar in der Serie der Friedrich-Bildnisse nachvollziehen lässt:  Figürlich sind sie zwar, gleichwohl von faszinierender  Gesichtslosigkeit und doch so eindeutig als Alter Fritz identifizierbar.  „Eigentlich“, sagt Küttner über die jüngsten Werke Heisigs, „ist das  der modernere Heisig“.</p>
<p>1925 in Breslau geboren, muss, will er als  17-Jähriger in den Krieg ziehen. Er wird verletzt an der Westfront,  überlebt die Ardennenschlacht, kehrt im Dezember 1944 zurück in seine  Heimatstadt , als Mitglied der Waffen-SS wird er in die Kämpfe um die  „Festung“ Breslau involviert. Der Krieg, schrieb der Schriftsteller  Christoph Hein mal über Heisig, sei dessen „eigentliches Lebensthema“  gewesen. Er war kein kühler Dokumentarist, wenn er die großen Themen des  20. Jahrhunderts in seiner Kunst verarbeitete, sondern einer, dem das  Leid des eigenen Erlebens den Pinsel führte.</p>
<p>Nach Strodehne kamen Heisig und seine Frau, die  Malerin Gudrun Brüne, 1992. Doch während anderen Zuzüglern die weite  Eintönigkeit der havelländischen Landschaft zur inneren Einkehr, zur  Ruhe verhilft, hat sie ihn, im Gegenteil, beinahe herausgefordert:  Dynamik, Wildheit, Energie in unglaublichen, kräftig-flirrenden Farben  prägen auch noch seine letzten Arbeiten, Blumenbildnisse,  Theaterimpressionen, Friedrich-Variationen, Selbstporträts. „Toll“,  sagte eine junge Berlinerin fasziniert während der Vernissage, „aber  selbst seine Stillleben sind zutiefst verstörend.“ So wirkt er nach, mit  all der Kraft, die er in seine Kunst steckte. Die an ihm reizte und den  Betrachter zugleich mit Scheu behaftete. Bernhard Heisig, hin und  wieder noch immer nur als „DDR-Künstler“ verschlagwortet, war  zuallererst, das betonte Altbundeskanzler Helmut Schmidt in seinem  Nachruf auf Heisig vehement, „ein sehr deutscher Maler“.&#8221; <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12304582/61759/Ausstellung-in-Berlin-erinnert-an-Bernhard-Heisig-und.html" target="_blank">weiterlesen</a></p>
<p>weitere <a href="http://www.galerie-berlin.de/index.php?node=home" target="_blank">Informationen</a></p>
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